News

Hohe Förderung für Energieberatung

Die Förderung von Beratungen bei Bau- oder Sanierungsvorhaben ist attraktiv. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle verzeichnet eine deutlich gestiegene Zahl von Förderanträgen für Vor-Ort-Beratungen. Gleichzeitig hat die KfW-Bank die Förderung für Baubegleitung ausgeweitet.

Förderung von Beratung bei Bauvorhaben

(München, 23.05.2016) Die Zahl der Anträge für eine Vor-Ort-Beratung bei Gebäudesanierungsprojekten hat im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahresquartal um 43 Prozent auf 1.986 zugenommen. Das geht aus Statistiken des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hervor. Noch deutlicher stieg das Volumen der Zuschuss-Förderung durch das BAFA, von gut 648.000 Euro auf rund 1,65 Millionen Euro.

Bei Renovierungsmaßnahmen und umfassenden Sanierungen kann viel falsch gemacht werden. Offensichtlich sehen das auch viele Bauherren so und nehmen gerne die Möglichkeit einer Vor-Ort-Beratung in Anspruch. Das BAFA fördert die Kosten zu 60 Prozent bei einem Maximalbetrag von 800 Euro, für Gebäude mit mindestens drei Wohneinheiten liegt die Deckelung bei 1.100 Euro. Zusätzlich können bis zu 500 Euro beantragt werden, wenn der Energieberater seinen Bericht einer Eigentümerversammlung vorträgt.

Spitzenreiter nach Bundesländern geordnet ist Baden-Württemberg mit 539 geförderten Beratungen vor Nordrhein-Westfalen (339) und Bayern (226). Experten führen den Spitzenrang des Südwestlandes auf das dort gültige Erneuerbare-Wärme-Gesetz zurück, das Bauherren und Sanierern gleichermaßen die Nutzung erneuerbarer Energien vorschreibt (mindestens 15 Prozent). Führt eine von der BAFA geförderte Vor-Ort-Beratung zu einem konkreten "Sanierungsfahrplan", so kann sich der Pflichtanteil an erneuerbaren Energien auf zehn Prozent reduzieren.

Energetischer Beratungsbedarf besteht nicht nur im Gebäudebestand, sondern auch bei Bauherren, die ein neues Haus bauen. Deshalb hat die KfW-Bank die Förderrichtlinien und den Namen des Programms 431 geändert. Seit 1. April 2016 steht das nun "Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Baubegleitung" genannte Programm sowohl Sanierern als auch Neubauern zur Verfügung. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Vorhaben gleichzeitig durch die Programme KfW 153 "Energieeffizient Bauen" oder KfW 151/152/430 "Energieeffizient Sanieren" gefördert wird. Zu den förderfähigen Leistungen bei der Baubegleitung zählen Leistungen zur Detailplanung, Unterstützung bei der Ausschreibung und Angebotsauswertung, Kontrolle der Bauausführung sowie Abnahme und Bewertung der Maßnahmen. Die Förderung muss vorab beantragt werden. Pro Vorhaben werden 50 Prozent der Beratungskosten bezuschusst, maximal sind es 4.000 Euro.


Redaktion: Magdalena Lindner