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Immobilien als Altersvorsorge durch Niedrigzinsen attraktiver

Immobilien geraten in der Niedrigzinsphase immer mehr in den Fokus der privaten Anleger. Zwei Umfragen bestätigen, dass Vorsorgesparer zunehmend zu Vermietern werden.

Tübingen Baden Württemberg

Tübingen: In Baden-Württemberg plant jeder Fünfte den Kauf einer Immobilie zur Vermietung.

(München, 12.05.2016) Was den Sparer ärgert, ist für Immobilienkäufer ein Segen: das anhaltend niedrige Zinsumfeld sorgt für günstige Bedingungen bei der Finanzierung eines Haus- oder Wohnungskaufs. Gleichzeitig ist die private Altersvorsorge für viele zum Problemfall geworden. Sparer müssen neu kalkulieren, weil die Renditehochrechnungen, die noch vor einigen Jahren angestellt worden sind, derzeit zur Makulatur werden. Eine aktuelle Umfrage des Versicherungskonzerns Axa zeigt, dass sich immer mehr Bundesbürger von klassischen Sparplänen abwenden und ihre Altersvorsorge lieber mit einer selbstgenutzten oder vermieteten Immobilie ergänzen.

In konkreten Zahlen heißt das: 18 Prozent der befragten Erwerbstätigen haben vor, eine selbstgenutzte Wohnimmobilie zu erwerben. Kaum niedriger ist mit 16 Prozent der Anteil derjenigen, die mit einer vermieteten Immobilie als Kapitalanlage ihre Altersvorsorge aufstocken wollen. Dagegen hat nur jeder Zehnte vor, zusätzliche Sparkonten, Versicherungssparpläne oder einen Sparplan für die betriebliche Altersvorsorge abzuschließen.

Bei selbstgenutzten Immobilien ist die Bereitschaft, vom Mieter- ins Eigentümerdasein zu wechseln, in Berlin besonders hoch. Dort planen 27 Prozent der Mieter den Erwerb eines Eigenheims. Im benachbarten Brandenburg plant hingegen nur einer von zehn Befragten diesen Schritt. Bei der Immobilie als Kapitalanlage liegen die Baden-Württemberger vorn, wo jeder Fünfte den Erwerb einer vermieteten Immobilie plant. Schlusslicht ist hier Sachsen-Anhalt: Dort wollen nur sieben Prozent künftig ihre Rente mit Mieteinkünften aufbessern.

Auch eine Umfrage, die vom Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Bank of Scotland durchgeführt wurde, unterstreicht den Stellenwert des Immobilieneigentums bei der Altersvorsorge. 35 Prozent der Befragten halten demzufolge Immobilien für die am besten geeignete Kapitalanlage, wenn es um die Altersvorsorge geht. Klassische Vorsorgeformen wie Versicherungssparpläne (21 Prozent) oder die Betriebsrente (13 Prozent) kamen auf weitaus geringere Zustimmungsquoten.


Redaktion: Franziska Buß