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Immobilien: Bauunternehmen erwarten 2017 gutes Geschäft

Die deutsche Bauwirtschaft erwartet auch im laufenden Jahr eine positive Geschäftsentwicklung für Immobilien – mit Unterschieden in einzelnen Segmenten.

Immobilien: Die Bauwirtschaft rechnet mit guten Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2017

Immobilien: Die Bauwirtschaft rechnet mit guten Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2017

(München, 10.07.2017) Laut einer Konjunkturbefragung des Marktforschungsinstituts BauInfoConsult unter Bauunternehmern erwartet die deutsche Bauwirtschaft eine positive Entwicklung für dieses Jahr: "Zusammen 96 Prozent der Bauunternehmer rechnen für 2017 weiter mit gleich guten oder noch höheren Unternehmensumsätzen als 2016", teilen die Marktforscher mit. 39 Prozent der Bauunternehmer erwarten mehr Umsatz als 2016. Mehr als die Hälfte der Befragten erwartet außerdem einen zum Vorjahr gleichbleibenden Umsatz. Dies bedeutet laut BauInfoConsult jedoch keine Stagnation, sondern sei begrenzten Kapazitäten der Unternehmen geschuldet. Daher seien Baubranche und Politik "gut beraten, dem Fachkräftemangel entschlossen und effektiv entgegen zu treten".

Besonders die Holz-Fertighausbranche profitiert scheinbar von dem anhaltend starken Bau von Immobilien: "Während das Statistische Bundesamt bei den Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser insgesamt einen Rückgang um 14,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnete, stand bei Fertighäusern ein Plus von 1,1 Prozent zu Buche", berichtet der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) über das erste Quartal 2017. Auch beim Marktanteil ließ sich diese positive Entwicklung beobachten: Von 17,8 Prozent im Gesamtjahr 2016 stieg er im ersten Quartal 2017 auf 19,5 Prozent. "Angesichts des guten Auftragseingangs bei den Fertighausherstellern, der positiven Arbeitsmarktlage und der nach wie vor niedrigen Zinsen ist der BDF optimistisch, seine Fertigbauquote gegenüber dem Vorjahr weiter zu steigern", teilt der Verband mit.

Auch die Solarbranche profitiert von der positiven Entwicklung der Bauindustrie: Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) beispielsweise berichtet von einer vermehrten Nachfrage nach Solarstromanlagen und Batteriespeichern für Immobilien in Deutschland. "Solarenergie ist preiswert geworden und entwickelt sich zu einer wichtigen Säule der Energieversorgung", sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Jeder zweite Eigenheimbesitzer, der sich eine neue Solarstromanlage kauft, kombiniere diese inzwischen mit einem Heimspeicher.


Redaktion: Joachim Hoffmann