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Immobilien: Geschmackvoll oder lieber energieeffizient?

Laut einer aktuellen Studie legen die Deutschen mehr Wert auf die Inneneinrichtung von Immobilien als auf Energieeffizienz. Zahlen der KfW-Bank zeigen jedoch ein gestiegenes Fördervolumen im Bereich energieeffizientes Bauen und Sanieren.

Das Design von Immobilien scheint für Deutsche aktuell wichtiger als die Energieeffizienz zu sein.

Das Design von Immobilien scheint für Deutsche aktuell wichtiger als die Energieeffizienz zu sein.

(München, 12.10.2017) Schick eingerichtete Immobilien sollen den Deutschen wichtiger sein, als energieeffizientes Wohnen? Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative europaweite Umfrage "Wohnen in Europa" des Energieversorgers Eon. In Zusammenarbeit mit Kantar Emnid wurden rund 8.000 Personen in Deutschland, Großbritannien, Italien, Tschechien, Rumänien, Schweden, in der Türkei und in Ungarn zu Wohnungsinvestitionen befragt.

"Hätten die Deutschen eine größere Summe Geld zur Verfügung, würden sie diese zu Hause eher in eine geschmackvolle Inneneinrichtung als ins Energiesparen investieren", teilt das Unternehmen mit. 27 Prozent der in Deutschland befragten Personen gaben an, das Geld für die Inneneinrichtung ihrer Immobilie ausgeben zu wollen. In energetische Sanierung würden hingegen nur 19 Prozent der Befragten investieren. Damit liege Deutschland "im europäischen Mittelfeld, zwischen Spitzenreiter Tschechien, wo 39 Prozent Wert auf eine geschmackvolle Einrichtung legen, und Rumänien, wo es nur für 16 Prozent der Befragten wichtig ist, dass ihr Zuhause schick und elegant aussieht."

Bei Investitionen in Energieeffizienz liegt Ungarn laut der Studie vorne: "Mehr als die Hälfte (51 Prozent) würde das Geld in Energiesparmaßnahmen stecken. Bei nur 18 Prozent stünde hingegen die Verschönerung der Räume an." Selbst im designorientierten Italien werden Investitionen in Energieeffizienz gegenüber der eleganten Einrichtung von Immobilien bevorzugt. Die Ergebnisse in Großbritannien stellen eine Ausnahme dar: "Den Menschen dort ist weder das Energiesparen noch die Einrichtung ihrer Räume am wichtigsten. 21 Prozent der Briten hätten am liebsten einfach nur mehr Platz und würden dafür anbauen."

Die Halbjahreszahlen der KfW-Förderbank zeigen jedoch, dass die Energieeffizienz von Immobilien nach wie vor eine wichtige Rolle spielt: Im Förderbereich Wohnen konnte das bundeseigene Kreditinstitut im ersten Halbjahr 2017 ein Zusagevolumen in Höhe von 11,2 Milliarden Euro verzeichnen. Das sind 800 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum und somit ein Plus von 7,7 Prozent. Die Nachfrage in der Programmfamilie "Energieeffizient Bauen und Sanieren" stieg laut KfW von 7,5 auf 8,6 Milliarden um 14,7 Prozent.


Redaktion: Joachim Hoffmann