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Immobilien: Gute Perspektiven für ostdeutsche Groß- und Mittelstädte

Trotz starker Preisanstiege sind Immobilien in ostdeutschen Städten laut einer aktuellen Studie noch immer erschwinglich. Experten rechnen daher mit weiterem Wachstum im Osten.

Steigende Mieten in einigen Städten Ostdeutschlands, zum Beispiel in Dresden.

Steigende Mieten in einigen Städten Ostdeutschlands, zum Beispiel in Dresden.

(München, 21.12.2017) Lange galten Immobilien in Ostdeutschland als Sorgenkind für Investoren. Doch mittlerweile seien die Perspektiven in vielen Städten im Osten sehr attraktiv, schreibt das Wohnungsunternehmen TAG Immobilien AG in seinem Wohnungsmarktbericht. Untersucht wurde die Marktentwicklung in 27 ostdeutschen Groß- und Mittelstädten.

Dabei stellten die Analysten fest, dass viele Mittelstädte im Osten auf Wachstumskurs sind. "Die Entwicklung strahlt zunehmend auf das Umland der großen Städte aus", heißt es im Marktbericht. So stieg innerhalb eines Jahres beispielsweise in Leipzig die Zahl der Haushalte mit einem Plus von 7,9 Prozent deutlich an – und davon profitierten auch die nahe gelegenen Mittelzentren Merseburg, Magdeburg und Halle mit Zuwächsen zwischen 4,8 und 6,4 Prozent.

Ebenfalls auf Wachstumskurs befinden sich auch in kleineren Städten die Mieten und Kaufpreise. Zwar ist bei der Mietpreisentwicklung Berlin mit einem Anstieg von 33,4 Prozent seit 2012 unangefochtener Spitzenreiter. Doch mit einem Zuwachs von 23,5 Prozent belegt die brandenburgische Mittelstadt Strausberg vor Nauen, Potsdam und Dresden den dritten Platz. Die Kaufpreise für Neubauimmobilien haben sich seit 2012 in Eisenach mehr als verdoppelt. Preissteigerungen von mehr als 60 Prozent verbuchen Gera und Nauen.

Dennoch seien Immobilien im Osten weiterhin erschwinglich, berichtet die TAG Immobilien AG mit Verweis auf das Wachstum bei der regionalen Kaufkraft. Trotz starker Preisanstiege sei unter Berücksichtigung der Kaufkraftentwicklung von 2006 bis 2017 die Wohnkostenbelastung nur in neun von 27 untersuchten Städten gestiegen.

Auch die Immobilienexperten der LBS Immobilien in Potsdam sehen die Marktentwicklung im Osten positiv. Die Preissteigerungen im ersten Quartal des Jahres resultieren aus Nachholeffekten vergangener Zeiten, sodass im Vergleich zu vielen Regionen der alten Bundesländer die Kaufpreise für Häuser und Wohnungen in Ostdeutschland noch immer günstig seien, so die Einschätzung der LBS Immobilien.


Redaktion: Thomas Hammer