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Immobilien in Berlin: Kaufen oft günstiger als mieten

Die Preise für Eigentumswohnungen sind in Berlin stark gestiegen. Das belegt eine neue Studie der LBS Nord. Dank niedriger Zinsen für Immobilienkredite lohnt sich kaufen statt mieten in vielen Bezirken.

Immobilienpreise in Berlin

(München, 12.11.2015) Teures Pflaster Berlin: Die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen in der Hauptstadt sind in den vergangenen drei Jahren jährlich um neun Prozent gestiegen, zeigt eine Studie des Analyseinstituts Empirica und der Norddeutschen Landesbausparkasse Berlin - Hannover (LBS Nord). Spitzenpreise über 4.000 Euro pro Quadratmeter werden demnach in Berlin Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Charlottenburg-Wilmersdorf erreicht. Für die Analyse wurden Verkaufsangebote in Tageszeitungen und Online-Portalen aus dem dritten Quartal 2015 ausgewertet.

Trotz der gestiegenen Preise lohnt sich kaufen statt mieten in Berlin jedoch in vielen Bezirken. Der Grund sind die derzeit sehr niedrigen Zinsen für eine Baufinanzierung, die laut aktuellen Erhebungen der FMH Finanzberatung derzeit oft unter zwei Prozent für zehnjährige Darlehen liegen.

LBS-Vorstand Rüdiger Kamp: "Die geringeren Finanzierungskosten gleichen die hohen Immobilienpreise mehr als aus." In acht Berliner Bezirken rentiert sich der Kauf nach der Berechnung von Empirica eher als die Miete einer Eigentumswohnung. Für die Auswertung hat Empirica Finanzierungskosten und Mietkosten verglichen. Die Raten für den Immobilienkredit wurden dabei mit einem Eigenkapitalanteil für den Kauf von 25 Prozent und einer monatlichen Belastung von fünf Prozent jährlich berechnet, und zwar mit einem Baugeldzins von zwei Prozent und einer Tilgung von drei Prozent.

Auch eine weitere Preisstatistik hatte kürzlich hohe Preissteigerungen in der Hauptstadt ermittelt: Laut dem Gutachterausschuss für Grundstückswerte sind die Berliner Immobilienpreise in den ersten sechs Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund zehn Prozent gestiegen.


Redaktion: Magdalena Lindner