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Immobilien: Investitions-Boom in Berlin, Hamburg und Ruhrgebiet

Immobilieninvestoren haben im ersten Quartal den Wohnungsmarkt befeuert. Vor allem in Berlin, Hamburg und im Ruhrgebiet sind steigende Transaktionszahlen und Preise für Immobilien zu beobachten.

Berlin ist einer der größten deutschen Standorte für Wohninvestments

Berlin ist einer der größten deutschen Standorte für Wohninvestments

(München, 19.04.2017) Wenn die Preise eines Produktes stark steigen, geht oft die Nachfrage zurück, weil sich potenzielle Käufer nach Alternativen umsehen. Doch am Wohnungsmarkt gelten scheinbar andere Gesetze: Obwohl der durchschnittliche Preis pro Wohneinheit im Vergleich zum Vorjahresquartal von 95.000 auf mehr als 130.000 Euro gestiegen ist, haben gewerbliche Wohnungsinvestoren in den ersten drei Monaten dieses Jahres ihre Neuinvestments um gut 75 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro gesteigert. Das geht aus der Marktanalyse eines Immobilienberatungsunternehmens hervor.

Mehr als ein Drittel der deutschlandweiten Transaktionen entfiel auf Berlin. Die Hauptstadt wird in der Studie als größter deutscher Standort für Wohninvestments bezeichnet. Auf Rang zwei folgt Hamburg. Mit einem Anteil von sechs Prozent am Gesamtvolumen der Transaktionen befindet sich das Ruhrgebiet derzeit im Aufwärtstrend.

Dass es Immobilieninvestoren nach Berlin zieht, liegt nicht zuletzt daran, dass sowohl die Wirtschaft als auch die Bevölkerungszahl in der Hauptstadt zuletzt stark gewachsen sind. In den vergangenen fünf Jahren entstanden nach einer Marktanalyse der Investitionsbank Berlin in der Hauptstadt 213.000 neue Arbeitsplätze, die Zahl der Einwohner stieg um 40.000.

Auch in Hamburg bleibt die Marktentwicklung dynamisch, berichtet eine Bausparkasse. Der Studie zufolge mussten Käufer von Bestandswohnungen in Hamburg zuletzt 8,4 Prozent mehr bezahlen als im Vorjahr. Bei Neubauwohnungen lag der Zuwachs sogar bei 12,6 Prozent. Im Ruhrgebiet beobachtet der Immobilienverband IVD West ebenfalls weiter steigende Immobilienpreise vor allem in den Großstädten Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen. Dort verteuerten sich Eigentumswohnungen aus dem Bestand innerhalb eines Jahres um durchschnittlich mehr als fünf Prozent. Am teuersten sei im Ruhrgebiet der Süden von Essen, wo für Eigentumswohnungen Quadratmeterpreise von durchschnittlich 4.150 Euro gezahlt werden.


Redaktion: Thomas Hammer