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Immobilien kaufen: Auswege aus dem Wohnraummangel

Immobilien kaufen ist oft mit Hindernissen verbunden. Eine aktuelle Studie identifiziert diese und schlägt Maßnahmen vor, mit denen sich die Versäumnisse der Vergangenheit aufholen lassen.

Um Immobilien zu kaufen, gilt es oft einige Hindernisse zu überwinden.

Um Immobilien zu kaufen, gilt es oft einige Hindernisse zu überwinden.

(München, 27.04.2017) In vielen Städten ist bezahlbarer Wohnraum knapp geworden, mancherorts scheitern Interessenten sogar daran, Immobilien zu kaufen. In einer aktuellen Studie hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) untersucht, welche Faktoren für hohe Immobilienpreise und knappen Wohnraum verantwortlich sind. Dazu wurden Experten aus der Immobilienwirtschaft und der kommunalen Verwaltung in Aachen, Dresden, Düsseldorf, Freiburg und Nürnberg befragt.

Als eines der wichtigsten Hemmnisse um Immobilien zu kaufen beziehungsweise bei der Schaffung erschwinglichen Wohnraums, haben die BBSR-Forscher den starken Bieterwettbewerb um Baugrundstücke ausgemacht. Dazu kommen langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren, die es erschweren, bei steigender Nachfrage zügig neuen Wohnraum zu schaffen. "Unsere Fallstudien zeigen, wie schwierig es ist, die innerstädtischen Flächenpotenziale für den Wohnungsbau auszuschöpfen", berichtet BBSR-Direktor Harald Herrmann.

Auch das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) kritisiert die schleppende Aktivitäten im Wohnungsbau. Obwohl die Bevölkerungszahl in den Metropolen schon seit Jahren zunehme, hinke die Neubautätigkeit der Nachfrage hinterher. In vielen Großstädten seien in den vergangenen Jahren nur 30 Prozent und in Berlin sogar nur 25 Prozent des zusätzlichen Bedarfs durch die Schaffung neuen Wohnraums gedeckt worden, heißt es in einer aktuellen IW-Immobilienmarktanalyse.

Zur Behebung des Mangels an Wohnraum in Städten schlägt das BBSR ein Bündel aus unterschiedlichen Maßnahmen vor. So könne im Rahmen einer Grundsteuerreform eine Bodenwertsteuer eingeführt werden, mit der ineffizient genutzte Grundstücke wie etwa leerstehende Gewerbeareale in innerstädtischen Gebieten belegt werden könnten. Die oft kontrovers diskutierte Ausweitung von Siedlungsgebieten durch die Entwicklung neuer Stadtteile könne ebenfalls einen Lösungsansatz um Immobilien zu kaufen bieten, meinen die BBSR-Experten. Dabei gelte eine einfache Regel: "Je weniger wirksame instrumentelle Fortschritte im Bereich der Innenentwicklung erreicht werden, umso dringlicher ist es aus wohnungspolitischer Sicht, in den Modus der klassischen Stadterweiterung zurückzukehren."


Redaktion: Thomas Hammer