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Immobilien: Mehr genehmigte Wohnungen in Mehrfamilienhäusern

Während der Bau neuer Wohnungen in Mehrfamilienhäusern im ersten Halbjahr 2017 zunahm, sank die Zahl der Wohnungen in Immobilien wie Ein- und Zweifamilienhäusern gegenüber dem Vorjahreszeitraum, zu diesem Ergebnis kommt das Statistische Bundesamt.

Die Zahl genehmigter Wohnungen in Mehrfamilienhäusern ist im Gegensatz zu anderen Immobilien, wie Ein- und Zweifamilienhäusern, gestiegen.

Die Zahl genehmigter Wohnungen in Mehrfamilienhäusern ist im Gegensatz zu anderen Immobilien, wie Ein- und Zweifamilienhäusern, gestiegen.

(München, 27.09.2017) Trotz der hohen Nachfrage nach Immobilien ist die Zahl der Baugenehmigungen laut dem Statistischen Bundesamt im ersten Halbjahr 2017 in Summe zurückgegangen. Von Januar bis Juni 2017 sei der Bau von insgesamt 169.500 Wohnungen genehmigt worden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden 13.400 weniger Baugenehmigungen ausgesprochen.

Auch die Zahl der Baugenehmigungen von Neubauwohnungen in Wohngebäuden ist im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken: Das entspricht einem Minus von 4,9 Prozent beziehungsweise rund 7.500 Neubauwohnungen weniger als im ersten Halbjahr 2016. Allerdings scheint es unter den einzelnen Bauformen starke Unterschiede zu geben: "Gegen den allgemeinen Trend lagen die Genehmigungen von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern leicht im Plus (plus 1,8 Prozent beziehungsweise plus 1.400 Wohnungen)", berichten die Bundesstatistiker. Mit 82.100 genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sei der "höchste Wert in einem ersten Halbjahr seit zwanzig Jahren" erreicht worden.

Die Lage bei anderen Immobilien wie Ein- und Zweifamilienhäusern unterscheidet sich hiervon deutlich: Bei Baugenehmigungen von Wohnungen in Einfamilienhäusern ist ein Rückgang von 9,5 Prozent beziehungsweise rund 4.800 Wohnungen zu verzeichnen. Auch die Baugenehmigungen von Wohnungen in Zweifamilienhäusern sanken um 2,2 Prozent. Das entspricht 244 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2017 45.294 Wohnungen in Einfamilienhäusern und 11.104 Wohnungen in Zweifamilienhäusern genehmigt.

Ein Grund für diese gegenläufige Entwicklung bei den verschiedenen Immobilien könnte die anhaltend hohe Zahl von Ein-Personen-Haushalten sein: "In Deutschland lebte 2016 in rund 41 Prozent aller Haushalte nur noch eine Person", teilte das Statistische Bundesamt mit. Damit sei dies "der häufigste Haushaltstyp in Deutschland". Das Institut der deutschen Wirtschaft IW Köln betont, dass das Single-Wohnen "in weiten Teilen Europas ganz normal" sei und verweist darauf, dass dies keineswegs als Defizit zu betrachten sei, da das Alleinleben ebenfalls einige Vorteile aufweise.


Redaktion: Joachim Hoffmann