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Immobilien solide finanzieren trotz höherer Kreditsummen

Aktuelle Studien in Deutschland belegen, dass die Deutschen trotz steigender Kaufpreise beim Finanzieren von Immobilien wohlüberlegt vorgehen. Sie wählen hohe Tilgungen und bringen mehr Eigenkapital ein.

Ihre Immobilien finanzieren die Deutschen trotz steigender Preise zukunftsorientiert.

Ihre Immobilien finanzieren die Deutschen trotz steigender Preise zukunftsorientiert.

(München, 02.10.17) Steigende Kaufpreise für Immobilien halten die Deutschen nicht vom durchdachten Finanzieren ihres Wohntraums ab. Mit dem deutlich gesunkenen Zinsniveau wurden die Finanzierungsstrukturen trotz steigender Kreditsummen noch solider. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Interhyp Gruppe hervor. Hierfür hat Deutschlands größter Vermittler privater Baufinanzierungen mehr als 263.000 abgeschlossene Erstfinanzierungen zwischen dem 1. Januar 2010 und dem 30. Juni 2017 ausgewertet und analysiert.

Die Auswertung zeigt: Die durchschnittlichen Kreditsummen für eine Erstfinanzierung sind von knapp 186.000 Euro auf gut 250.000 Euro gestiegen. Die gewählten Eckdaten der Finanzierung aber zeigen, dass die Deutschen wohlüberlegt ihre Immobilien finanzieren: "Ganz gleich, ob man auf den Eigenkapitaleinsatz, die Tilgung oder auch die Zinsbindung schaut: Alle unsere Paramater belegen, dass es in Deutschland keine Tendenz zu riskanteren Finanzierungsstrukturen gibt", sagt Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp Gruppe. Das eingesetzte Eigenkapital zum Finanzieren einer Immobilie stieg von 78.400 Euro im Jahr 2010 auf knapp 94.000 Euro im ersten Halbjahr 2017. Auch die Tilgung kletterte von 2,29 Prozent auf 2,99 Prozent. Außerdem erhöhte sich die durchschnittliche Zinsbindung laut Interhyp Gruppe von 12,1 auf 13,4 Jahre.

Auch eine aktuelle Umfrage der Bundesbank und der Finanzaufsicht unter rund 1.500 kleineren und mittelgroßen deutschen Finanzinstituten zeigt, dass es trotz niedriger Zinsen keine bedenkliche Lockerung bei Kreditvergabestandards gegeben habe. Die Experten weisen zwar auf steigende Preisrisiken auf dem Wohnimmobilienmarkt hin, es sei derzeit aber keine Blase in Deutschland erkennbar.


Redaktion: Sharon Schießler