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Immobilien: Starke Preissteigerungen in Berlin

Laut einer aktuellen Untersuchung der LBS sind die Preise für Eigentumswohnungen in der Hauptstadt deutlich gestiegen. Der Verband deutscher Pfandbriefbanken hat kürzlich von deutschlandweiten Preissteigerungen berichtet.

Immobilienpreise in der Hauptstadt steigen

Eigentumswohnungen in Friedrichshain-Kreuzberg: Oft werden mehr als 3.500 Euro pro Quadratmeter gezahlt.

(München, 24.05.2016) Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in Berlin sind in den vergangenen drei Jahren deutlich gestiegen. Das zeigt der Kaufpreisspiegel der LBS Norddeutsche Landesbausparkasse, der auf einer Analyse des Forschungsinstituts empirica auf Basis von Verkaufsangeboten in Tageszeitungen und Online-Portalen beruht. Demnach kosten gebrauchte Eigentumswohnungen in den zentralen Bezirken Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg im ersten Quartal 2016 in mehr als der Hälfte der Fälle über 3.500 Euro pro Quadratmeter. Im Durchschnitt verteuerten sich die Preise von Wohnungen in der Hauptstadt seit 2013 um neun Prozent pro Jahr. Laut LBS profitieren Immobilienkäufer aber vom niedrigem Zinsniveau. In zehn von zwölf Bezirken in Berlin sei Kaufen immer noch günstiger als Mieten. Das gelte zum Beispiel für Steglitz-Zehlendorf oder Treptow-Köpenick.

Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) hat auch deutschlandweit hohe Preissteigerungen auf dem Immobilienmarkt ermittelt. Denmnach sind die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum im ersten Quartal 2016 um 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegen, Mehrfamilienhäuser sogar um 8 Prozent. Der vdp-Immobilienpreisindex insgesamt legte um 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zu. "Nach wie vor sind es vor allem die Wohnimmobilienmärkte und hier die Groß- und Universitätsstädte, die eine sehr dynamische Preisentwicklung zeigen", sagt Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des vdp.

Hohe Kaufpreise in den Metropolen und niedrige Finanzierungszinsen führen aber nicht dazu, dass sich Immobilienkäufer übermäßig verschulden. Eine Auswertung von Interhyp von 180.000 Darlehensabschlüssen für Immobilienfinanzierungen hat gezeigt, dass der durchschnittliche Anteil der Finanzierung am Kaufpreis in den vergangenen Jahren trotz der immer höheren Kaufpreise nur sehr moderat gestiegen ist: von 70,3 Prozent im Jahr 2010 auf 71,7 Prozent im Jahr 2015. Das liegt vor allem daran, dass Immobilienkäufer mehr Eigenkapital eingebracht haben. Außerdem zeigte sich: Auch in den Metropolen finanzieren die Käufer trotz hoher Immobilienpreise und niedriger Baugeldzinsen sehr sicherheitsorientiert. In vielen Städten, darunter auch Berlin, ist der Anteil der Finanzierung am Kaufpreis niedriger als im bundesweiten Durchschnitt, was die Käufer durch hohe Eigenkapitalbeträge erreichen.

Kaufpreise in den Metropolen


Redaktion: Britta Barlage