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Immobilien: Teuer, aber erschwinglich

Die Preise für Immobilien sind im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Dennoch ist Wohneigentum in vielen Städten und Regionen in Deutschland erschwinglich, wie der Immobilienverband IVD berechnet hat.

Immobilienpreise: Große Steigerungen im vergangenen Jahr.

Immobilienpreise: Große Steigerungen im vergangenen Jahr

(München, 23.03.2018) Wie erschwinglich sind Immobilien? Lohnt sich der Kauf einer Immobilie bei den derzeitigen Preisen noch? Das fragen sich Kaufinteressenten derzeit oft, vor allem in den Ballungszentren. "Der Erwerb der eigenen vier Wände lohnt sich derzeit in sehr vielen Regionen", sagte IVD-Präsident Jürgen Michael Schick bei der Vorstellung des IVD-Erschwinglichkeitsindexes. "Bei knappem Angebot werden die Preise auch in Zukunft weiter moderat anziehen. Gestiegene Gehälter und niedrige Zinsen haben den Preisanstieg aber oftmals kompensiert." Für Schick ist jetzt ein guter Zeitpunkt, eine Immobilie zu erwerben und damit Vermögen aufzubauen und einer drohenden Rentenlücke vorzubeugen.

Mit einem aktuellen Indexwert von 122,63 (4. Quartal 2017, Vorjahr 134,29) behauptete sich der vom Immobilienverband IVD erstellte Erschwinglichkeitsindex auf einem hohen Niveau. Der Index analysiert und bewertet die Faktoren Immobilienpreise, Löhne und Gehälter sowie das Zinsniveau und gibt Auskunft darüber, "inwieweit es für einen durchschnittlichen Haushalt finanziell möglich ist, eine Immobilie zu erwerben", so der IVD. Je höher der Wert, desto besser die Erschwinglichkeit. Den Rückgang des Indexes im Vergleich zum Vorjahr begründet der IVD mit den gestiegenen Preisen für Immobilien (zirka 6 Prozent), die den Zuwachs an Kaufkraft (1,65 Prozent) deutlich übertroffen hätten. Das Zinsniveau für Baudarlehen habe sich dagegen nur unwesentlich verschlechtert.

Da auch die Preise für Immobilien sehr stark regional variieren, weist der Index erwartungsgemäß für verschiedene Städte und Regionen sehr unterschiedliche Werte auf. So ist Immobilieneigentum in Berlin (Indexwert 94,2; Vorjahr: 102,5) und Hamburg (90,8; Vorjahr: 96,9) immer noch vergleichsweise erschwinglich. Dagegen rangiert München mit einem Wert von 46,7 (2016: 51,3) auf dem untersten Ende der Skala. Zum Vergleich: Frankfurt am Main hat einen Index von 68,1 und Stuttgart von 56,6. Mit Bremen, Hannover oder Leipzig gibt es immer noch Großstädte, die sich oberhalb der 100-Indexpunkte-Marke behaupteten.

Auch der Zentrale Immobilienausschuss (ZIA) verweist in seinem Frühjahrsgutachten 2018 darauf, dass Wohnimmobilienpreise und Wohnungsmieten 2017 noch einmal deutlich angezogen haben. Den Preisanstieg für Wohnimmobilien beziffern die Immobilien-Weisen auf 7,9 Prozent (2016: 8,8 Prozent), die Mieten haben 2017 demnach um 4,3 Prozent angezogen (2016: 3,1 Prozent). Allerdings prognostizieren die Experten ein nahendes Ende des unbegrenzten Preisanstiegs, zum Teil sogar Preisrückgänge.

Die Deutsche Bundesbank berichtet in ihrem Monatsbericht vom Februar 2018 im Bereich Wohnimmobilien über "Preisübertreibungen in den Städten". Die Preise lägen demnach nach aktuellen Schätzungen etwa um 15 bis 30 Prozent über dem fundamental gerechtfertigten Wert, in den Großstädten sogar um 35 Prozent.


Redaktion: Joachim Hoffmann

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