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Immobilien: Umweltfreundlichkeit und Garage wichtiger als ein Keller

Neben einer umweltfreundlichen Bauweise finden Bauherren Garagen im Gegensatz zu einer Unterkellerung bei Immobilien immer wichtiger.

Zugunsten einer Garage verzichten Bauherren beim Bau von Immobilien immer häufiger auf einen Keller.

Zugunsten einer Garage verzichten Bauherren beim Bau von Immobilien immer häufiger auf einen Keller.

(München, 04.06.2017) Kellerräume können vielseitig genutzt werden: Für die Lagerung von Lebensmitteln, als Hobbywerkstatt oder zur Aufbewahrung von allerlei Kleinkram. Dennoch legen die Deutschen bei Immobilien immer weniger Wert auf einen Keller – zu diesem Ergebnis kommt eine Marktstudie des Bauherren-Beraters Almondia, der die Planungsdaten von mehr als 37.000 bauwilligen Bundesbürgern ausgewertet hat. Den Daten zufolge halten drei von vier Bauherren einen Keller bei ihren Immobilien für verzichtbar.

Hauptgrund für die Bereitschaft zum Verzicht seien die Kosten, sagt Almondia-Geschäftsführer Gordian Rättich: "Je nach Ausführung müssen Bauherren bei einem Einfamilienhaus mit zusätzlichen Kosten zwischen 20.000 und 60.000 Euro rechnen." Darüber hinaus sei ein Nord-Süd-Gefälle zu beobachten: Während in Süddeutschland mehr als 40 Prozent der Bauherren bei ihren Immobilien nicht auf die Unterkellerung verzichten wollen, sind es in Niedersachsen nur 16 Prozent.

Wichtiger als der Keller ist für viele Eigenheimbesitzer die wetterfeste Unterbringung des Autos: Vier von zehn Bauherren wollen ihre Immobilien auf jeden Fall mit einer Garage ausstatten. Das bestätigt auch die aktuelle Interhyp-Wohntraumstudie: Unter den Top drei Merkmalen bei der Wunschausstattung landete neben einer modernen Einbauküche und einem Gäste-WC eine Garage auf Platz drei der Befragten. Auch hier stellte sich ein ausgebauter Keller mit dem achten Platz auf der Wunschliste der Deutschen als weniger wichtig heraus.

Bei der Auswahl der Baustoffe legen Bauherren großen Wert auf Umweltfreundlichkeit, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag eines Fertighausanbieters zeigt. 94 Prozent der Befragten halten eine gesundheitsfördernde Bauweise für die Bewohner für wichtig. Außerdem wollen sechs von sieben Befragten nachweislich ökologische Baumaterialien einsetzen. Gut zwei Drittel haben auch bei der Energie die Umweltfreundlichkeit im Blick und wollen ihre Immobilien so weit wie möglich mit selbst erzeugtem regenerativem Strom versorgen.


Redaktion: Thomas Hammer/ Sharon Schießler