News

Immobilien weiter hoch im Kurs

Im vierten Quartal 2016 gab es eine starke Immobiliennachfrage. Die Preise für Wohnimmobilien wie auch für Gewerbeimmobilien legten weiter zu. Trotz einer intensiven Neubautätigkeit kann die Nachfrage nicht gedeckt werden. Das zeigen aktuelle Studien.

Trotz intensiver Bautätigkeit kann die starke Nachfrage nach Immobilien in Deutschland nicht ausgeglichen werden.

(München, 01.03.2017) Ob Privat-, Verwaltungs- oder Bürogebäude, die Nachfrage nach Immobilien steigt trotz hoher Preise beständig. Verglichen mit dem vierten Quartal 2015 kletterte der vdp-Immobilienpreisindex im vierten Quartal 2016 um 6,6 Prozent. Laut Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken (vdp), "ist auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt trotz anziehender Bautätigkeit weiterhin keine Entspannung auf der Nachfrageseite auszumachen". Die hohe Nachfrage wird unter anderem begünstigt durch die stabile Wirtschaftslage in Deutschland und die historisch niedrigen Zinsen.

Laut Tolckmitts Aussage gab es das größte Wachstum mit 7,1 Prozent bei Eigentumswohnungen. Zu einem vergleichbaren Ergebnis kommt eine aktuelle empirica-Studie. Demnach setzte sich der Immobilienpreisanstieg im vierten Quartal 2016 in diesem Teilmarkt in den sieben nachgefragtesten Städten fort. So ermittelte empirica für Eigentumswohnungen einen Preisanstieg von 2,0 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2016. Im vierten Quartal 2016 legten laut empirica-Preisdatenbank auch die Immobilienpreise von Ein- sowie Zweifamilienhäusern um 1,2 Prozent zu.

Ähnliches berichtet der vdp-Immobilienpreisindex: Eigenheime sind im vierten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahresquartal 2015 um 6,5 Prozent teurer geworden. Bei Mehrfamilienhäusern ist ein Plus von 5,8 Prozent zu verzeichnen. Im selben Zeitraum sind die Mieten um 3,5 Prozent gestiegen. Gewerbliche Immobilien waren – wie zuletzt im ersten Quartal 2014 – teurer als Wohnimmobilien, mit einem Plus von 7,8 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2015. Besonders zum Jahresende haben in- und ausländische Investoren verstärkt auf Gewerbeimmobilien gesetzt – insbesondere auf Bürogebäude. Hier sind die Kapitalwerte um 10,1 Prozent gestiegen. Einzelhandelsimmobilien ließ der anhaltende Nachfragedruck im selben Zeitraum um 3,1 Prozent teurer werden.


Redaktion: Kathrin Schubert / Sharon Schießler