News

Immobilien: Weniger Baugenehmigungen in Großstädten

In fünf der sieben größten deutschen Städte ist die Zahl der Genehmigungen für Neubauwohnungen rückläufig. Doch dafür wird im Speckgürtel mehr gebaut. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Immobilien: In Großstädten wird weniger gebaut als im Umland

(München, 03.05.2016) Trotz des angespannten Wohnungsmarktes in vielen deutschen Großstädten wird vielerorts weniger gebaut. In einer aktuellen Analyse hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) die Baugenehmigungen des vergangenen Jahres untersucht und festgestellt, dass sich bei neugebauten Immobilien der Trend von den Städten ins Umland verlagert. So stieg zwar insgesamt die Zahl der Baugenehmigungen im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 Prozent auf 309.000, doch in den kreisfreien Großstädten war eine Stagnation zu verzeichnen.

Noch deutlicher wird das Bild, wenn die Immobilien in den sieben größten Städten Deutschlands betrachtet werden. In Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main und Düsseldorf war im vergangenen Jahr die Zahl der Baugenehmigungen rückläufig. In absoluten Zahlen verbuchte Hamburg den stärksten Rückgang: Dort wurden nur noch 8.634 neue Wohnungen genehmigt, das sind fast 2.300 weniger als im Jahr 2014. Größter prozentualer Verlierer ist Düsseldorf, wo sich die Zahl der Baugenehmigungen um 53 Prozent auf nur noch 1.632 mehr als halbierte.

Gegen den Trend konnten lediglich Stuttgart und Berlin zulegen. Stuttgart verbuchte einen leichten Anstieg um sechs Prozent auf 2.055 Genehmigungen, während Berlin mit einem Plus von 16 Prozent auf mehr als 22.000 Baugenehmigung zum wiederholten Male einen dynamischen Zuwachs vorweisen konnte.

Unterdessen setzt sich die bundesweite Aufwärtsbewegung beim Wohnungsbau auch in diesem Jahr fort. Für die Monate Januar und Februar meldet das Statistische Bundesamt, dass ein Drittel mehr Baugenehmigungen für Wohnungen ausgestellt worden sind als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Insgesamt 54.200 Wohnungen sind in den ersten beiden Monaten des Jahres genehmigt worden.


Redaktion: Franziska Buß