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Immobilienblase? Preissteigerungen in Einzellagen

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung sieht in Deutschland keine flächendeckende Immobilienblase, aber Überhitzungen in einigen Städten. Hier muss allerdings auch nach der Art der Wohnungen unterschieden werden, so die Meinung von Immobilienexperten.

Studie sieht lokale Blasen im Neubausegment

(München, 21.12.2015) Einen starken Preisauftrieb im Immobilienmarkt der Großstädte zeigt eine im Dezember veröffentlichte Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Allerdings ziehen die Experten den Schluss, dass es keine flächendeckende Blasenbildung auf dem deutschen Immobilienmarkt gibt. Die Forscher des DIW sehen allerdings die Gefahr spekulativer Preisblasen in lokalen Zentren, in einigen Städten gelte dies auch für Bestandswohnungen und in einer größeren Zahl von Städten vor allem im Neubausegment.

Bezugnehmend auf diese Studie und die Preisentwicklung in den darin genannten Städten in Nordrhein-Westfalen haben jetzt Immobilienexperten der LBS darauf hingewiesen, dass man im normalen Preissegment nicht pauschal von einer lokalen Überhitzung sprechen könne. Lediglich im engen Segment der Luxus-Eigentumswohnungen bestehe die Gefahr, dass die Preise in einigen Jahren nicht mehr zu erzielen seien.

Die Experten unterstreichen, dass für den Einzelnen eine möglichst objektive Einschätzung von Lage, Zustand und Preisniveau der gewünschten Immobilie von Bedeutung sei. Für Kapitalanleger gehöre dazu auch eine genaue Analyse der Zielgruppe für die Vermietung.


Redaktion: Patrizia Difonzo