News

Immobilienblase? Studien bewerten Preissteigerungen von Immobilien

Die steigenden Preise für Häuser und Wohnungen in den Großstädten und Ballungszentren nähren die Furcht vor einer Immobilienblase. Drei aktuelle Untersuchungen sehen bezogen auf Gesamtdeutschland keine größeren Risiken. Allerdings sind in einigen städtischen Immobilienmärkten überhöhte Preise möglich.

Zwei aktuelle Studien sind der Frage nachgegangen, ob von den steigenden Immobilienpreisen Risiken ausgehen. Die Deutsche Bundesbank kommt in ihrem Monatsbericht vom Februar 2014 zu dem Schluss, dass mit Blick auf Deutschland als Ganzes keine größeren Risiken auf die Gesamtwirtschaft ausgehen. Demnach betrug der Preisanstieg 2013 je nach zugrundeliegender Datenlage etwa drei bis sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den Städten stiegen die Preise dabei deutlich stärker an als in den Regionen. In einigen städtischen Immobilienmärkten gebe es jedoch Überbewertungen.

Kurz zuvor hatte auch das Frühjahrsgutachten des Rates der Immobilienweisen ergeben, dass trotz gestiegener Preise keine Immobilienblase bestehe. Informationen zum Frühjahrsgutachten der Immobilienweisen.

Im Januar hatte das empirica Institut in Berlin erstmalig einen sogenenannten Blasenindex für Wohnimmobilien herausgegeben, darüber berichtete zum Beispiel Focus Online ausführlicher (Focus Online zum Blasenindex). Auch nach dieser Untersuchung besteht keine akute Blasengefahr, allerdings sehen die Fachleute in einigen Großstädten starke Steigerungen der Kaufpreise, die deutlich über den Meipreissteigerungen liegen.

Die Experten gehen momentan davon aus, dass es keine problematischen Wechselwirkungen zwischen den Preissteigerungen und der Kreditvergabe gibt. Laut Bundesbank sind die Wohnungsbaukredite an private Haushalte mit 2,25 Prozent in 2013 nur moderat gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Auch nach Angaben von empirica ist ein Aufblähen des Kreditvolumens für den Wohnungsbau nicht zu erkennen.

Zahlen von Interhyp belegen auch, dass Baufinanzierungskunden Sicherheit bevorzugen: So setzten 2013 knapp 15 Prozent der Kapitalanleger mehr als 50 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital ein, 2008 waren es nur sechs Prozent.

Interhyp, Ihr Spezialist für die private Baufinanzierung, gibt Tipps, wie Sie als Immobilienkäufer der momentanen Marktlage am besten begegnen und wie Sie möglichst zukunftssicher finanzieren:

  • Klären Sie frühzeitig das Budget: Käufer sollten möglichst früh schon kalkulieren, wie viel Eigenkapital zur Verfügung steht und wie viel sie monatlich für die Kreditrate aufbringen können. So finden sie eher eine zum Budget passende Immobilie ¿ und erhalten eher den Zuschlag beim Kauf, wenn die Finanzierung schon vorgeprüft ist. Die Interhyp-Vorausberatung unterstützt Kaufinteressenten dabei.
  • Verschaffen Sie sich einen Preisüberblick: Immobilienportale im Internet, Studien unabhängiger Institute oder Maklerverbände sowie Studien der Gutachterausschüsse geben Auskunft über Preise in bestimmten Lagen.
  • Finanzieren Sie zukunftssicher: Immobilienkäufer sollten möglichst viel Eigenkapital einsetzen, möglichst mindestens etwa zwanzig Prozent. Zudem sind eine hohe anfängliche Tilgung von zwei, besser drei Prozent sowie eine lange Zinsbindung sinnvoll. Denn so ist die Restschuld schon zu großen Teilen getilgt, wenn die Zinsbindung ausläuft. So laufen Eigenheimbesitzer nicht so leicht Gefahr, bei dann eventuell höheren Zinsen eine zu hohe Kreditrate zahlen zu müssen.

Sinnvoll ist es auch, sich über die Zinsentwicklung für Immobilienkredite auf dem Laufenden zu halten ¿ zum Beispiel mit dem kostenlosen Interhyp-Newsletter.

Redaktion: Britta Barlage

Interhyp, 18.03.2013