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Immobilienboom in den Städten, Flaute auf dem Land

Die Wohnungspreise in Großstädten steigen seit 2009 jährlich um bis zu 10 Prozent, in ländlichen Regionen stagnieren die Preise häufig oder gehen zurück. Das zeigt der jetzt veröffentlichte Immobilienmarktbericht Deutschland 2015 der Gutachterausschüsse.

Immobilienboom in den Städten

(München, 08.12.2015) Die Investitionen für Immobilienkäufe stiegen zwischen 2009 und 2014 um acht Prozent jährlich. Im Jahr 2014 wurden insgesamt 900.000 Immobilien im Wert von rund 190 Milliarden Euro verkauft. Das belegt der Immobilienmarktbericht 2015, den die amtlichen Gutachterausschüsse in Deutschland jetzt vorgelegt haben. Den größten Teil der Investitionen machen demnach die Wohnimmobilien mit 130 Milliarden Euro aus.

Die Nachfrage und Preissteigerungen betreffen aber nicht alle Regionen gleichermaßen. "Die Immobilien in Deutschland stellen insgesamt eine attraktive Investition dar. Dies trifft insbesondere auf Wohnimmobilien in Städten und städtischen Kreisen zu. Für Städte und Regionen mit steigenden Bevölkerungszahlen erwarten wir weiter steigende Preise", sagt Siegmar Liebig, Sprecher der Gutachterausschüsse. In ländlichen Regionen sehe es aber anders aus. Dort werden oft eher stagnierende Preisentwicklungen und zum Teil sogar Preisrückgänge erwartet. Hohe Preise finden sich neben den Städten und Ballungszentren auch auf den Nord- und Ostseeinseln sowie in großen Teilen Bayerns und Baden-Württembergs.

Die Liste besonders teurer Städte führt laut Bericht der Gutachterausschüsse München an mit einem mittleren Preis pro Quadratmeter Wohnfläche von 4.200 Euro für gebrauchte Eigentumswohnungen. Darauf folgen Sylt mit 3.950 Euro pro Quadratmeter und der Landkreis Starnberg mit 3.850 Euro pro Quadratmeter.

Preissteigerungen in den Großstädten zeigt auch der gerade veröffentlichte Immobilienreport 2015 von Immobilienscout24, allerdings verzeichnet der Report in mittelgroßen Städten sogar noch größere Preissteigerungen als in den Metropolen. Strukturschwache Gegenden kämpfen demnach mit stagnierenden Preisen.


Redaktion: Britta Barlage