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Immobilienfinanzierung: Günstige Zinsen im Langfrist-Vergleich

Die Immobilienfinanzierung ist günstig wie selten zuvor, auch wenn die Zinsen in jüngster Vergangenheit gestiegen sind.

Immobilienfinanzierungen bringen hohe Kreditsummen mit sich, so dass schon vergleichsweise geringe Schwankungen bei den Marktzinsen große Differenzen bei den Gesamtkosten mit sich bringen. Eine Immobilienfinanzierung, deren Zinsen um 0,1 Prozentpunkte gestiegen sind, kostet bei einer Darlehenssumme von 200.000 Euro pro Jahr bereits 200 Euro mehr – und das führt bei einer zehnjährigen Zinsbindung zu Mehrkosten in Höhe von rund 2.000 Euro.

Dennoch lässt sich trotz eines Anstiegs der Marktzinsen im letzten Quartal des Jahres 2010 festhalten, dass die Immobilienfinanzierung günstig wie selten zuvor ist – zumindest wenn die langfristige Zinsentwicklung betrachtet wird.

Noch immer sind die Immobilienfinanzierungs-Zinsen weit entfernt von Hochzinsphasen, wie sie beispielsweise zu Beginn der neunziger Jahre oder in den achtziger Jahren herrschten. Damals kostete die Immobilienfinanzierung teilweise zehn Prozent oder sogar noch mehr. Auch im Zehnjahres-Vergleich liegen die Zinsen noch immer deutlich im unteren Drittel.

Viele schätzen Immobilienfinanzierung günstiger als Miete ein

Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass viele Verbraucher den Schritt in die eigenen vier Wände erwägen und auf lange Sicht die Immobilienfinanzierung günstiger als die Wohnungsmiete einschätzen. Rund 60 Prozent der Bundesbürger sind dieser Ansicht, ergab eine aktuelle Umfrage. Dass das Eigenheim weiterhin als attraktives Lebensziel eingestuft wird, liegt darüber hinaus auch an den Mietpreisen, die vor allem in den wirtschaftlich starken Ballungszentren zuletzt wieder deutlich gestiegen sind.

Dass bei der Immobilienfinanzierung günstige Zinsen den Schritt in die eigenen vier Wände erleichtern, sollte jedoch weniger zu einer Ausweitung des Darlehensvolumens als vielmehr für eine beschleunigte Rückzahlung des Darlehens führen. Experten empfehlen daher, die Kalkulation für die Immobilienfinanzierung zunächst auf Basis des langfristigen Zinsmittels von sechs bis sieben Prozent durchzuführen und dann die aktuell niedrigeren Zinsen zu nutzen, um die anfängliche Tilgung auf zwei bis vier Prozentpunkte hochzusetzen. Dieses Vorgehen bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: Dank der schnelleren Rückzahlung und des Zinseszinseffektes kann der Zinsaufwand überproportional gesenkt werden, und weil sich der Schuldenstand rasch reduziert, nimmt damit auch das Gesamtrisiko der Immobilienfinanzierung ab.

Interhyp AG, 07. Februar 2011