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Immobilienfinanzierung: Vergleich sollte sich nicht nur auf die Zinsen beschränken

Für viele Verbraucher ist die Immobilienfinanzierung vergleichsweise kompliziert, weil hier nicht einfach wie bei einen Tagesgeldkonto oder einem Sparbrief einfach der Zins verglichen und der Vertrag unterschrieben werden kann. Neben den Kosten für den Zins gibt es noch einige weitere Faktoren, die sich je nach individueller Konstellation für den Darlehensnehmer positiv oder negativ auswirken können.

Beim Immobilienfinanzierungs-Vergleich sollten Verbraucher daher Schritt für Schritt vorgehen und das Mosaik der einzelnen Einflussfaktoren zu einem stimmigen Gesamtbild zusammensetzen. Damit lässt sich vermeiden, dass das vermeintlich billigste Angebot im Lauf der Zeit konkrete Nachteile bringt.

Praxis-Tipps für den Immobilienfinanzierungs-Vergleich

Zwar ist jede Immobilienfinanzierung eine vergleichsweise individuelle Angelegenheit, aber wer ein paar einfache Grundregeln berücksichtigt, kann mit wenigen Schritten die Spreu vom Weizen trennen:

  • Immobilienfinanzierungsvergleich auf Zinsebene: Neben dem eigentlichen Zins spielt hier noch die Dauer der Zinsbindung eine wichtige Rolle. Je länger die Zinsbindungsfrist, umso höher ist in der Regel der Zinsaufschlag, den die Bank verlangt.
  • Immobilienfinanzierungsvergleich auf Kostenebene: Noch immer gibt es vereinzelt Banken, die Kontoführungsgebühren erheben – auch diese kleinen Beträge können sich im Lauf der Zeit zu stattlichen Gesamtkosten aufsummieren. Auch eventuell anfallende Gebühren für die Wertermittlung sollten berücksichtigt werden.
  • Immobilienfinanzierungsvergleich auf der Optionsebene: Je flexibler eine Immobilienfinanzierung gestaltet werden kann, umso eher kann der Kreditnehmer die Finanzierung an seine persönlichen Lebensumstände anpassen und auf diese Weise Kosten sparen. Positiv zu bewerten ist, wenn in ausreichendem Umfang außerplanmäßige Sondertilgungen ohne Zusatzkosten möglich sind oder wenn der Tilgungsanteil und damit auch die Ratenhöhe während der Laufzeit ebenfalls gebührenfrei verändert werden kann.
  • Immobilienfinanzierungsvergleich ohne Äpfel und Birnen: Bauherren und Immobilienkäufer sollten darauf achten, dass bei ihren Angeboten die Banken in Bezug auf die Höhe von Eigen- und Fremdkapital, die anfängliche Tilgung und die Zinsbindung die einheitlichen Vorgaben des Kunden berücksichtigen. Damit lässt sich vermeiden, dass aufgrund uneinheitlicher Rahmenbedingungen der objektive Immobilienfinanzierungs-Vergleich scheitert.

Interhyp AG, 15.03.2011