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Immobilienkäufer betrachten Preisentwicklung skeptischer

Eine neue Umfrage zeigt: Hohe Immobilienpreise bereiten immer mehr Kaufinteressenten Unbehagen.

Hamburg

Hamburg: Immobilienpreise werden vor allem in Großstädten als zu hoch empfunden.


(München, 20.08.2015) Wer vor einigen Jahren in eine Wohnimmobilie investiert hat, kann sich heute über einen satten Wertzuwachs freuen. Doch diejenigen, die derzeit den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen wollen, betrachten die Preisentwicklung mit immer mehr Unbehagen. Das zeigt der Stimmungsindex Baufinanzierung von der comdirect-Bank. Der Index basiert auf einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa, in der mehr als 1.000 Personen zu ihrer Einschätzung in Bezug auf die Baufinanzierung befragt werden.

Inzwischen hält mit 58 Prozent eine klare Mehrheit der Befragten die Immobilienpreise für zu hoch. Vor allem in den Großstädten, wo zuletzt die Kaufpreise für Wohnimmobilien überproportional gestiegen sind, wächst die Besorgnis angesichts des aktuellen Preisniveaus: In Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern halten inwzischen mehr als zwei Drittel der Bürger Wohnungen und Häuser für zu teuer.

Dass das Interesse an einer Baufinanzierung trotz der starken Kaufpreisverteuerung noch immer groß ist, resultiert aus den anhaltend niedrigen Zinsen für Baukredite. Mit einem Stand von 109,3 Punkten liegt der Stimmungsindex für die Baufinanzierung noch immer deutlich über der Marke von 100 Punkten - und das signalisiert eine eher hohe Nachfrage nach Finanzierungen.

Angesichts der weiterhin günstigen Finanzierungskonditionen dürfte nach Schätzung der comdirect-Experten ein großer Teil der Erwerbswilligen bereit sein, einen hohen Immobilienpreis in Kauf zu nehmen. Trotz der immer höher werdenden Preishürden beim Einstieg bleibe die eigene Immobilie für viele eine attraktive Anlage, meint Ralf Bleckert, Leiter Beratungsfelder bei comdirect. Zudem weist er darauf hin, dass mit risikoarmen Kapitalanlagen derzeit kaum Erträge erzielt werden können, und zieht daraus als Fazit: "Neben den eigenen vier Wänden gibt es für den langfristigen Vermögensaufbau aktuell nur wenige Alternativen."


Redaktion: Patrizia Difonzo