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Immobilienkauf: Neue Tipps von Experten

Immobilien sind heiß begehrt, die Preise für Wohneigentum steigen unablässig, vor allem in Ballungszentren. Tipps von Experten helfen, Fehler beim Erwerb der eigenen Wohnung zu vermeiden. Der Verband der privaten Bauherren gibt dazu jetzt Empfehlungen.

Ratgeber Hauskauf

(München, 18.02.2016) Wenn die Nachfrage das Angebot bei weitem übertrifft, sind Immobilieninteressenten bereit, hohe Preise zu zahlen. Damit nicht genug: "Um in den Besitz einer der begehrten Immobilien zu kommen, akzeptieren Käufer Verträge, die sie benachteiligen und deren Konsequenzen sie oft nicht absehen können", warnt der Verband privater Bauherren (VPB). Bei Neubauten verzichteten viele Käufer auf eine laufende Baukontrolle. "Das ist ein Fehler", erklärt der VPB. "Warum sonst streiten so viele Eigentümergemeinschaften noch Jahre nach dem Einzug vor Gericht mit dem Bauträger um kleine und große Mängel?"

Bauherren sollten solchen Ärger vermeiden und kritische Punkte schon im Vorfeld klären. Dafür hat der VPB jetzt den Leitfaden "Die Eigentumswohnung: Suche - Kauf - Verkauf" herausgebracht. Bauherren und Käufer sollten sich zum Beispiel über die Teilungserklärung informieren und herausfinden, wo die Trennlinie zwischen Sonder- und Gemeinschaftseigentum liegt. Um die Beantwortung solcher Fragen komme kaum ein Wohnungskäufer herum, denn: "Wer sich in eine Wohnungseigentümergemeinschaft einkauft, der haftet samt seinen Miteigentümern für die gesamte Immobilie - gleich, ob es sich um drei oder 300 Wohnungen handelt", betont der VPB.

Beim Kauf einer Neubauwohnung, vor allem in größeren Anlagen, ist es für den einzelnen Käufer oft schwer, die Kontrolle zu behalten, so der VPB. Die Eigentümergemeinschaft hat sich dann oft noch gar nicht konstituiert, sie kann daher auch ihre Wünsche gegenüber dem Bauträger noch nicht artikulieren oder gar durchsetzen. Der VPB bietet für diese Fälle auch einen Beratungsservice an, der Vertragsprüfung und später die laufende Baukontrolle umfasst.

Auch Käufer von Bestandswohnungen sollten einiges beachten - vom Zustand des Gemeinschaftseigentums bis hin zu den Vermögensverhältnissen der Eigentümergemeinschaft. Das sei auch bei Vermietungen von Bedeutung. Denn eine Rendite lasse sich nur dann erwirtschaften, so die VPB-Experten, "wenn die Immobilie in gutem Zustand ist und das Haus technisch auf der Höhe der Zeit".


Redaktion: Franziska Buß