News

Immobilienkauf: Preise steigen stärker als die Mieten

Teurer Immobilienkauf: Im Lauf der letzten fünf Jahre haben sich die Kaufpreise für Wohnungen und Häuser weitaus stärker erhöht als die Mieten. Das zeigen die neuesten Zahlen des F+B Wohn-Index Deutschland.

Der Immobilienkauf wird immer teurer, das zeigt der Wohn-Index Deutschland.

Der Immobilienkauf wird immer teurer, das zeigt der Wohn-Index Deutschland.

(München, 26.10.2016) Wer sich für den Immobilienkauf entscheidet, muss mit hohen Kaufpreisen rechnen. In Deutschland steigen die Preise für Eigentumswohnungen und Wohnhäuser immer weiter, und zwar in einem rasanteren Tempo als die Mietpreise. Das zeigt der von der Immobilienberatung F+B veröffentlichte F+B Wohn-Index Deutschland für das dritte Quartal 2016. Im Vergleich zum Vorquartal sind über alle Objektkategorien hinweg die durchschnittlichen Kaufpreise um 1,5 Prozent gestiegen, während sich die Bestandsmieten um 0,3 Prozent und die Neuvertragsmieten um 0,6 Prozent erhöht haben.

Der Immobilienkauf hat sich auf lange Sicht am stärksten im Bereich der Eigentumswohnungen verteuert. So sind nach den Indexdaten Eigentumswohnungen in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren um 31,1 Prozent teurer geworden. Weitaus moderater stiegen hingegen im gleichen Zeitraum die Mieten: Bei Neuverträgen erhöhten sich die Mietpreise um durchschnittlich 10,1 Prozent, die Bestandsmieten verteuerten sich lediglich um 4,6 Prozent.

Nicht ganz so dynamisch wie bei Eigentumswohnungen verlief die Entwicklung der Kaufpreise von Ein- und Mehrfamilienhäusern. Die Preise für Einfamilienhäuser liegen heute im Schnitt um 18,1 Prozent höher als vor fünf Jahren. Bei Mehrfamilienhäusern hat sich der Immobilienkauf nicht ganz so stark verteuert - hier verlief die Preisentwicklung mit einem Plus von 7,3 Prozent in den letzten fünf Jahren noch moderater.

Der stärkere Anstieg der Kaufpreise im Vergleich zu den Mieten dürfte dafür sorgen, dass die Mietrenditen weiterhin im Sinkflug bleiben. Das schreiben die Analysten der Deutschen Bank in ihrem Immobilienmarktausblick für das Gesamtjahr 2016. "Die einfachen Mietrenditen ohne Berücksichtigung von Transaktions- und Instandhaltungskosten geben abermals nach und fallen auf 4,3 Prozent im Bestand und 3,5 Prozent für neue Objekte", so die Prognose der Deutschen Bank. Im Vergleich zum Vorjahr würde dies einem Rückgang der Mietrendite um 0,4 Prozentpunkte bei Bestandsimmobilien und 0,2 Prozentpunkte bei Neuvermietungen entsprechen.


Redaktion: Thomas Hammer