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Immobilienkauf und Bau: Licht und Schatten im Koalitionsvertrag

Was wird sich durch die neue Regierung fürs Bauen und für den Immobilienkauf ändern? Der Koalitionsvertrag enthält auch Vorhaben, die für Bauherren relevant sind. Die Kommentare der Bauherren- und Immobilienverbände fallen unterschiedlich aus.

Der Koalitionsvertrag sieht Änderungen fürs Bauen und den Immobilienkauf vor. Jetzt kommt es auf die Ausgestaltung an.

Der Koalitionsvertrag sieht Änderungen fürs Bauen und für den Immobilienkauf vor. Jetzt kommt es auf die Ausgestaltung an.

(München, 08.03.2018) Mit dem Votum der SPD-Mitglieder ist der Weg zur Regierungsbildung frei. Wichtig für Immobilieninteressenten: Im Koalitionsvertrag sind auch Projekte enthalten, die den vor allem in Ballungsräumen schwierig gewordenen Zugang zu Wohnraum erleichtern sollen. Werden das Bauen und der Immobilienkauf also leichter? Was sagen die Immobilienverbände?

Beim Bauträgerrecht sollen Lücken geschlossen werden, wenn es um den Schutz von Bauherren bei einer Insolvenz des Bauträgers geht – ein Vorhaben, das beim Bauherren-Schutzbund auf Zustimmung stößt. "Wir betrachten die Übernahme unserer langjährigen Forderung, das Bauträgervertragsrecht grundlegend zu überarbeiten, als äußerst positives Verhandlungsergebnis", kommentiert Verbands-Geschäftsführer Florian Becker den entsprechenden Passus. Allerdings ist noch unklar, wie die Gesetzesnovelle konkret formuliert werden soll.

Greifbare Zahlen gibt es hingegen bereits zum geplanten Baukindergeld, das Familien beim Bauen oder Immobilienkauf unterstützen soll. Pro Kind soll es zehn Jahre lang jeweils 1.200 Euro pro Jahr geben, wobei eine Einkommensgrenze von 75.000 Euro pro Jahr zuzüglich eines Kinderfreibetrags vorgesehen ist. Darüber hinaus will die künftige Regierung prüfen, ob ein Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer eingeführt werden kann, wenn erstmals Wohneigentum erworben wird. Positive Resonanz hierzu kommt zum Beispiel von der Aktion pro Eigenheim, die in ihrem Kommentar zum Koalitionsvertrag schreibt: "Das würde das Budget vieler Baufamilien erheblich entlasten und vielen Familien das Eigenheim wieder möglich machen."

Als verbesserungswürdig sieht der Zentrale Immobilienausschuss (ZIA) als Spitzenverband der Immobilienwirtschaft die beschlossenen Maßnahmen für jüngere Käufergruppen an. "Das Baukindergeld etwa setzt an den Kaufpreisen an. Viel wichtiger sind aber die Kaufnebenkosten, die aktuell den größten Stolperstein beim Immobilienkauf ausmachen", gibt ZIA-Präsident Andreas Mattner zu bedenken. Eventuelle Freibeträge für einzelne Käufergruppen sieht Mattner aber kritisch. Sinnvoller sei es seiner Ansicht nach, auf ein Zurückdrehen der Grunderwerbsteuererhöhungen in den Bundesländern hinzuwirken. Hintergrund: 14 von 16 Bundesländern haben in den vergangenen zehn Jahren die Grunderwerbsteuersätze teils drastisch angehoben.


Redaktion: Thomas Hammer

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