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Immobilienkredit: Die Zinsentwicklung bleibt unvorhersehbar

Wie sich die Zinsen entwickeln, ist zurzeit kaum vorhersehbar.

Wie sich die Zinsen entwickeln, ist zurzeit kaum vorhersehbar.

(München, 07.09.2017) Wie sich die Zinsen in den kommenden Wochen entwickeln, ist momentan besonders schwer zu beantworten. Nach den letzten Zahlen zur Inflation und den Arbeitsmärkten sowie der Konjunkturentwicklung in Europa hatten die europäischen Zentralbanker zumindest rhetorisch eine langsame Straffung der ultralaxen Geldpolitik in Aussicht gestellt. Allerdings könnte das aktuelle Welt- und Wirtschaftsgeschehen die Erwartungen zerstreuen, dass sich die Geldpolitik normalisiert. Denn nach Finanz-, Banken- und Flüchtlingskrise stehen wir dieser Tage vor einem möglichen Nordkorea-Konflikt, dem Diesel-Skandal, der Türkei-Frage und der Euro-Stärke. Ein Experte der Allianz sagt dazu: "Die politischen Spannungen, insbesondere die Unsicherheiten in Verbindung mit Nordkorea, beeinflussen aktuell die Märkte mehr als die Wirtschaftsdaten."

Langfristig jedoch rechnen die von Interhyp befragten Experten nahezu einstimmig mit steigenden Zinsen für einen Immobilienkredit. Allerdings gehen sie nicht davon aus, dass das Zinsniveau abrupt steigen wird: "Die Kapitalmarktzinsen im Zehn-Jahres-Bereich und damit auch die Zinsen für längerfristige Hypothekendarlehen dürften (...) auf Jahressicht moderat anziehen, ohne dass kurzfristig starke Sprünge zu erwarten sind." Bleibt die Inflation dauerhaft auf dem aktuell niedrigen Niveau, rechnet der Commerzbank-Experte nicht vor 2019 mit einer Erhöhung des Leitzinses.

Daher sollten potenzielle Immobilienkäufer nicht in Panik verfallen. Der Kauf einer Immobilie ist eine langfristige Investition, die wohl durchdacht und geplant sein sollte.


Redaktion: Julia Meyer