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Immobilienkredite: Dank niedriger Zinsen attraktiver

Sowohl die Sparkassen als auch die genossenschaftlich organisierten Geldinstitute melden für das Jahr 2015 ein kräftiges Plus beim Abschluss neuer Kreditverträge.

Immobilienkredite: Attraktiv dank niedriger Zinsen

(München, 19.01.2016) Dank extrem niedriger Zinsen waren im vergangenen Jahr viele Bundesbürger bereit, für den Erwerb einer Immobilie ein Darlehen aufzunehmen. Das schlägt sich in den Bilanzen der Banken und Sparkassen nieder: Der Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zieht ebenso wie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) ein positives Fazit beim Blick auf das Kreditgeschäft des Jahres 2015.

So nahmen im Zeitraum von Anfang Januar bis Ende November vergangenen Jahres private Kunden bei den Sparkassen Kredite in Höhe von 60 Milliarden Euro auf, was einem Zuwachs von 21,9 Prozent entspricht. Die Sparkassen-Finanzgruppe erreicht in der Wohnungsbaufinanzierung einen Marktanteil von derzeit 37,1 Prozent.

Auch die Volks- und Raiffeisenbanken sehen sich als Gewinner des Immobilienbooms. Das Kreditgeschäft habe sich besser als im Branchendurchschnitt entwickelt, berichtet Andreas Martin, Vorstandsmitglied beim BVR. Der Bestand an Privatkundenkrediten erhöhte sich bei den Verbandsmitgliedern um 4,5 Prozent. Aktuell beträgt der Marktanteil der Genossenschaftsbanken im Privatkundengeschäft mit Krediten 23,6 Prozent.

Zur Entwicklung der Neugeschäftsvolumina deutscher Banken für Wohnungsbaukredite an private Haushalte veröffentlicht die Bundesbank eine Statistik. Demnach betrug das Volumen im Neugeschäft für private Baufinanzierungen 2014 rund 200 Milliarden Euro. Dieser Wert wurde der Statistik zufolge in 2015 schon in den ersten zehn Monaten erreicht.


Redaktion: Britta Barlage