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Immobilienmarkt bleibt dynamisch

Die Dynamik auf dem Immobilienmarkt ist ungebrochen, vor allem bei Ein- und Zweifamilienhäusern steigen Genehmigungen und Fertigstellungen. Bei den Mieten und Immobilienkaufpreisen sehen manche Experten bereits erste Anzeichen für eine Abschwächung des Preisauftriebs.

Der Immobilienmarkt bleibt dynamisch.

Einfamilienhaus: Der Immobilienmarkt bleibt dynamisch.

(München, 18.08.2016) Immobilienmarkt weiter im Aufwind: Die Boomphase im Wohnungsbau wird nach Ansicht des Düsseldorfer Marktforschungsunternehmens BauInfoConsult noch bis 2018 weitergehen. "Gerade im Ein- und Zweifamilienhausbau sind Fertigstellungsraten zu erwarten wie schon seit Langem nicht mehr", betonen die Immobilienexperten in ihrer Jahresanalyse 2016/2017. Damit zeige dieses Segment eine ähnlich dynamische Entwicklung wie der Geschosswohnungsbau. "Bei den Fertigstellungen dürfte sich das bereits 2016 mit einem Plus von gut 8 Prozent bemerkbar machen. Für 2017 gehen wir dann von einem noch deutlicheren Sprung nach oben aus." Ein stabiler Arbeitsmarkt und steigende Genehmigungszahlen stellten die günstigen Rahmenbedingungen für diesen Boom auf dem Immobilienmarkt dar. Außerdem zeichne sich bei den niedrigen Baugeldzinsen keine Wende ab. Das Zweifamilienhaus sei deshalb ein so beliebtes Modell, weil eine Wohneinheit als Mietwohnung genutzt werden und so die Baufinanzierung entlasten könne.

Angesichts der großen Nachfrage nach Immobilien sind die Preise und Mieten in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Das Hamburger Immobilieninstitut F+B sieht auch dieses Jahr eine Fortsetzung dieser Preis-Rallye, "wenn offenbar auch nicht mehr in der Dynamik wie noch Anfang 2015". F+B ermittelt die Preisentwicklung am Immobilienmarkt im sogenannten "Wohnindex", der sowohl Immobilienpreise als auch Mieten beinhaltet. Beim Vergleich des ersten Quartals 2016 zum Vorjahresquartal haben die Forscher ein Anstieg des Wohnindexes um 4,0 Prozent ermittelt. Besonders bei Einfamilienhäusern (+4,4 Prozent) und Eigentumswohnungen (+5,0 Prozent) konstatiert F+B "eine (noch) eine relativ große Wachstumsdynamik". Beim Vergleich der Quartale 1/2016 und 4/2015 zeige sich jedoch eine Abschwächung mit einem Preisanstieg für Eigentumswohnungen von 0,2 Prozent. Neun Monate zuvor (Quartal 2 zu Quartal 1 2015) waren es noch 1,8 Prozent gewesen. Auch im Bereich Einfamilienhäuser fiel der Preisanstieg in den gleichen Zeiträumen wesentlich verhaltener aus (Halbierung von 1,6 auf 0,8 Prozent). Auch bei den Neuvertrags- und Bestandsmieten sehen die F+B-Experten eine Verlangsamung des Preisanstiegs in den letzten zwölf Monaten.

Beim selbst genutzten Wohneigentum sieht das Hamburger Institut eine gewisse "Marktsättigung" erreicht. "Anders ausgedrückt: Wer im Eigentum wohnen möchte und es sich irgendwie leisten kann, hat sich mittlerweile seinen Traum erfüllt." Andererseits seien Investoren angesichts der hohen Preise und gesetzlicher Auflagen wie der Mietpreisbremse vorsichtiger geworden.

Redaktion: Joachim Hoffmann