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Immobilienpreise: Analysten sehen weiteren Preiszuwachs für 2017

Trotz stark gestiegener Immobilienpreise sehen Marktanalysten die Wohnungspreise in den Metropolen weiter im Aufwind. Frankfurt könnte überdies von einer Brexit-Sonderkonjunktur profitieren.

Experten prognostizieren für das Jahr 2017 eine dynamische Entwicklung in Frankfurt am Main.

Immobilienpreise: Experten prognostizieren für das Jahr 2017 eine dynamische Entwicklung in Frankfurt am Main.

(München, 26.01.2017) Auch im Jahr 2017 dürfte an den Immobilienmärkten in den deutschen Metropolen die anhaltende Nachfrage die Immobilienpreise weiter nach oben treiben. Das ist das Ergebnis einer Marktanalyse der Deutschen Bank.

Besonders angespannt sei der Immobilienmarkt in München, wo die Leerstandsquote gegen Null tendiere und in den vergangenen fünf Jahren neuer Wohnraum nur für rund 90.000 Menschen geschaffen worden sei, obwohl sich im gleichen Zeitraum die Einwohnerzahl um 200.000 erhöht habe. Mit Konsequenzen für die Immobilienpreise: München als teuerste deutsche Stadt habe von 2009 bis 2016 die Wohnungspreise mehr als verdoppelt und werde voraussichtlich in den kommenden Jahren weitere Preisanstiege verzeichnen, so schreiben die Autoren der Studie.

In Berlin sieht die Deutsche Bank für das Jahre 2017 die fallende Arbeitslosenquote als treibenden Faktor für die Immobilienpreise. Einen geringeren Nachfrageüberhang stellen die Analysten in Düsseldorf und Hamburg fest. Dort könnte eine Normalisierung des Zinsniveaus die Immobilienpreise schneller dämpfen als in München oder Berlin. Allerdings werde ein Zinsanstieg wohl noch einige Zeit auf sich warten lassen, heißt es in der Analyse.

Frankfurt profitiert nach Ansicht der Deutschen Bank derzeit von der allgemeinen Erwartung, dass im Zuge des Brexit Arbeitsplätze im Bereich der Finanzdienstleistungen von London an den Main verlagert werden könnten. Auch die Researchabteilung des Immobilienentwicklers PROJECT Gruppe sieht Frankfurt aus diesem Grund im Aufwind. "Durch den Brexit und die Verlagerung von Kapazitäten ist für die deutsche Finanzhauptstadt eine dynamische Entwicklung zu erwarten", heißt es in einem aktuellen Marktkommentar.

In Großstädten sieht die PROJECT Gruppe vor allem kleinere Wohnungen auf dem Vormarsch, die nicht nur für gutverdienende Singles und Paare interessant sind, sondern für ältere Erwerber häufig das zu groß gewordene Haus im Umland ersetzen. Auch das dürfte sich auf die Immobilienpreise auswirken. Die Prognose: Die Nachfrage nach 2- und 3-Zimmer-Wohnungen dürfte weiter steigen und die angebotenen Wohnungen dürften sich flächenmäßig verkleinern.


Redaktion: Thomas Hammer