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Immobilienpreise: Bundesweit keine Blase, aber regionale Risiken

Eine aktuelle Studie zeigt, dass bundesweite Mieten und Kaufpreise keine Preisblasen aufweisen, aber in einigen Regionen die Blasengefahr durchaus ansteigt.

Berlin Hackesche Hoefe

(München, 28.01.2016) In der Studie für den sogenannten Blasen-Index des Forschungsinstituts empirica wurden die Immobilienpreise in 402 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland untersucht. Die Auswertung zeigt: Mieten und Kaufpreise wachsen in 199 Landkreisen und Städten nicht im Gleichklang. In den Top-7 Städten hat die Preisentwicklung beträchtlich zugelegt, dennoch signalisiert der Indikator "Fertigstellungen von Neubauten" hier Entwarnung. Der Preisanstieg ist ungefährlich, weil diese Städte für Auszubildende wie auch für Berufsanfänger attraktiv sind und der Zuzug überregional aus ganz Deutschland erfolgt. Anders sieht es in Regensburg, Bayreuth, Landshut, Trier, Weiden in der Oberpfalz und Coburg aus: dort stehen alle drei Indikatoren auf "rot". Es gibt laut dieser Studie also zwar Städte mit einer gewissen Warnstufe, aber keine deutschlandweite akute Blasengefahr.

Zu ähnlichem Ergebnis kam eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). In dieser wurde ein starker Preisauftrieb im Immobilienmarkt der Großstädte gezeigt. Experten kamen auch hier zu dem Schluss, dass es keine flächendeckende Blasenbildung auf dem deutschen Immobilienmarkt gibt. Die Forscher des DIW sehen allerdings ebenfalls die Gefahr spekulativer Preisblasen in lokalen Zentren, in einigen Städten gelte dies auch für Bestandswohnungen und in einer größeren Zahl von Städten vor allem im Neubausegment.


Redaktion: Franziska Buß