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Immobilienpreise: Experten prognostizieren gebremsten Auftrieb

In seinem Frühjahrsgutachten prognostiziert der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) einen langsameren Anstieg der Immobilienpreise in einigen Ballungsräumen. Die Experten sehen aber regionale Unterschiede und weitere Preisanstiege in etlichen Mittelstädten.

Immobilienpreise sollen Experten zufolge in Zukunft nicht mehr so stark ansteigen wie bisher.

Immobilienpreise sollen Experten zufolge in Zukunft nicht mehr so stark ansteigen wie bisher.

(München, 13.03.2018) Als Spitzenverband der Immobilienwirtschaft beobachtet der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) die Entwicklung der Immobilienpreise und -märkte und fasst alljährlich in seinem Frühjahrsgutachten Rückblick und Ausblick zusammen. Mit Blick auf das vergangene Jahr stellt der Verband bei den Kaufpreisen für Eigentumswohnungen einen Anstieg von 7,9 Prozent fest. Damit falle der Preisauftrieb etwas geringer als im Jahr 2016 aus, als sich Wohnungen im bundesweiten Schnitt noch um knapp neun Prozent verteuert hatten.

In der kommenden Zeit dürfte sich nach Ansicht der ZIA-Analysten die Preiskurve weiter abflachen. Grund dafür sei neben der nachlassenden Zuwanderung aus dem Ausland auch das historisch niedrige Zinsniveau, heißt es im Gutachten. Da mit noch weiter sinkenden Zinsen nicht zu rechnen sei, werde wohl künftig eine weitere Verbilligung der Finanzierungskosten als Treiber für die Immobilienpreise wegfallen.

Bei der weiteren Entwicklung der Immobilienpreise rechnet der ZIA mit erheblichen regionalen Unterschieden. Für die Ballungsräume München, Berlin und Stuttgart prognostiziert das Gutachten ein nahendes Ende der Preisanstiege. Überdurchschnittliche Preisentwicklungen sehen die Analysten hingegen in etlichen Mittelstädten, unter anderem in Tübingen, Flensburg, Fulda oder Speyer. Ausschlaggebend seien dort Faktoren wie der zunehmende Zuzug von Studenten oder ein starkes regionales Wirtschaftswachstum.

Schon zuvor hatte zum Beispiel das Immobilien-Onlineportal Immowelt über prosperierende Wohnungsmärkte und steigende Immobilienpreise in deutschen Mittelstädten berichtet. So seien in Städten dieser Größenordnung die durchschnittlichen Mieten zwischen 2012 und 2017 um durchschnittlich 16 Prozent gestiegen, die Kaufpreise sogar um 35 Prozent.


Redaktion: Thomas Hammer

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