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Immobilienpreise: Hotspots - aber keine Übertreibungen

Eine aktuelle Auswertung der Landesbausparkassen zeigt, dass Wohnungen und Häuser nach wie vor gefragt sind. Die Studie offenbart Preissteigerungen, aber keine Preisübertreibungen.

Berlin Kreuzberg

(München 24.03.2016) Das Vermittlungsgeschäft wird aktuell von der unverändert hohen Nachfrage nach Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen sowie einem knapper werdenden Angebot an Gebrauchtobjekten geprägt, berichten die Landesbausparkassen. Mit 34.300 vermittelten Objekten im Wert von 6,4 Milliarden Euro haben die Makler von LBS und Sparkassen in 2015 erneut einen Rekordumsatz erzielt. Das Umsatzplus betrug damit 7,5 Prozent.

Die Preise der vermittelten Immobilien seien im vergangenen Jahr zwar gestiegen, sie bewegten sich aber überwiegend "noch im Rahmen". Von einzelnen "Hotspots" abgesehen seien die Immobilienpreise in Deutschland im internationalen Vergleich aber immer noch vergleichsweise moderat. So kostete eine Eigentumswohnung aus dem Bestand bei LBS und Sparkassen im vergangenen Jahr durchschnittlich 127.000 Euro, ein Einfamilienhaus rund 180.000 Euro. Bestandsobjekte sind damit deutlich preiswerter als Neubauten: Im Neubau kosten sowohl Eigentumswohnungen als auch Einfamilienhäuser etwa doppelt so viel wie Bestandsimmobilien. So mussten Käufer in 2015 durchschnittlich 255.000 Euro für eine neue Wohnung und 358.000 Euro für ein Haus bezahlen. Der zuletzt etwas gestiegene Neubau verspreche auch eine gewisse, perspektivische Entlastung.

Einen Nachfrageüberhang sieht auch eine kürzlich veröffentlichte Studie von Deutsche Bank Research. Besonders groß sei der Bedarf an günstigem Wohnraum - vor allem in Ballungsgebieten. Laut dieser Studie dürfte sich die Bautätigkeit auch im laufenden Jahr fortsetzen.


Redaktion: Magdalena Lindner