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Immobilienpreise: Keine Abkühlung erwartet

Die Immobilienpreise steigen und steigen - dieser Trend setzt sich auch 2016 fort, meinen die Immobilienexperten der LBS und der Deutschen Bank. Die Steigerungsprognosen liegen zwischen drei und sechs Prozent.

Die Immobilienpreise steigen und steigen

Berlin: Die Immobilienpreise in der Hauptstadt sind deutlich günstiger als in München.

(München, 11.05.2016) Hohe Nachfrage und niedrige Finanzierungszinsen: Das ist das Fundament, auf dem nach Ansicht der Immobilienanalysten der Landesbausparkassen (LBS) der Aufwärtstrend bei den Immobilienpreisen beruht. Und ein Ende der Aufwärtsbewegung sei nicht in Sicht, berichtet die Bundesgeschäftsstelle der LBS unter Berufung auf eine aktuelle Umfrage unter 600 Immobilienspezialisten von LBS und Sparkassen.

Im Rahmen der jährlichen Umfrage werden die typischen Preise für Immobilien, die sich in mittleren bis guten Lagen befinden, für 925 Städte in Deutschland ausgewertet. Im Schnitt gehen die Sparkassen-Immobilienfachleute davon aus, dass bis zum Ende dieses Jahres die Immobilienpreise bundesweit um drei bis vier Prozent zulegen werden.

Besonders teuer seien Wohnhäuser mittlerweile in Top-Lagen im Umland von Großstädten geworden, so die LBS-Experten. Als Beispiel wird der Münchener Vorort Grünwald genannt, wo gebrauchte freistehende Einfamilienhäuser im Schnitt 1,55 Millionen Euro kosten und damit den Durchschnitt Münchens um 55 Prozent überflügeln. Auch im Düsseldorfer Vorort Meerbusch und in Hofheim am Taunus, das unweit von Frankfurt am Main liegt, seien ähnliche Phänomene zu beobachten.

Vergleichsweise günstige Häuser sind laut der Auswertung vor allem im Osten und Norden der Republik zu finden. Leipzig, Hannover, Bremen, Dortmund und Dresden, aber auch Berlin, werden als Großstädte genannt, in denen gebrauchte Einfamilienhäuser im Schnitt für weniger als 320.000 Euro erstanden werden können.

Einen noch stärkeren Preisanstieg erwarten die Immobilienanalysten der Deutschen Bank, die für das Jahr 2016 einen durchschnittlichen Anstieg der Häuser- und Wohnungspreise um sechs Prozent vorhersagen. Gleichzeitig warnt das Geldinstitut davor, dass nach einer Überhitzung des Marktes die Preise wieder zurückgehen könnten und schreiben in ihrem aktuellen Marktkommentar: "Eine Preiskorrektur am Ende eines langen Zyklus wird wahrscheinlicher."


Redaktion: Britta Barlage