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Immobilienpreise: Rendite in B-Städten

Die Immobilienpreise in Deutschland steigen stetig an. Während das Angebot in den A-Lagen immer geringer und kostspieliger wird, entdecken Privatanleger und Investoren immer häufiger die Vorzüge der B-Städte für sich.

Die Immobilienpreise steigen. In B-Städten lassen sich dennoch hohe Renditen erzielen.

Die Immobilienpreise steigen. In B-Städten lassen sich dennoch hohe Renditen erzielen.

(München, 08.12.2016) Die Lage auf dem Wohnungsmarkt der Big Seven wird immer angespannter. Durch die vielen Zuwanderungen in diesen Regionen und der steigende Trend zur Singlewohnung sind die Immobilienpreise immer weiter angestiegen. Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart – hier wird die Schere zwischen Angebot und Nachfrage, laut einer Studie der Allianz und der Forschungsgesellschaft Prognos, bis zum Jahr 2030 am weitesten auseinanderklaffen.

Strukturschwächere Regionen wie beispielsweise Ostdeutschland, Nordhessen und dem Saarland stehen dagegen nicht vor dem Problem steigender Immobilienpreise, sondern vor der Herausforderung, die Attraktivität ihrer Standorte zu erhöhen. Die Wohn- und Lebensqualität sowie das Angebot an Arbeitsplätzen müssen erhalten und weiter ausgebaut werden. "Gezielte Investitionen in verkehrs- und wirtschaftsnahe Infrastruktur, auch in die digitale Anbindung und Stadtentwicklung, sind gerade deshalb wichtig", so Tobias Koch, Projektleiter der Prognos-Studie. B-Städte wie Leipzig, Erfurt und Regensburg haben bereits gezeigt, dass sich Investitionen in die Infrastruktur, aber auch in die Forschung und Hochschulen mittelfristig auszahlten.

In solchen B-Städten lassen sich auch bei gewerblichen Immobilien deutlich höhere Renditen erzielen. Da sich Kapitalanleger bisher größtenteils auf die Märkte der Metropolen konzentriert haben, sind die Immobilienpreise in den B-Städten bei Weitem noch nicht so hoch angestiegen. Eine Studie der Deutschen Hypo hat 14 deutsche B-Städte hinsichtlich ihrer Bedeutung und ihres Potenzials – aufgeteilt auf die beiden großen Segmente Büro- und Einzelhandelsimmobilien – einzeln bewertet. Das Ergebnis zeigt: Münster, Hannover, Leipzig, Karlsruhe, Wiesbaden und Dortmund sind die attraktivsten B-Städte Deutschlands. "Im Vergleich zu den A-Städten, in denen sich der Angebotsengpass immer stärker ausweitet und die Renditen weiter unter Druck bleiben, sind die Rendite-Perspektiven in B-Städten weiterhin positiver", betont Andreas Pohl, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hypo. "Viele Investoren richten deshalb ihr Augenmerk heute sehr viel stärker auf B-Städte als noch vor einigen Jahren. Ich gehe davon aus, dass sich der Trend fortsetzt, insbesondere aufgrund des hohen Nachfragedrucks." Für die B-Städte spreche auch ihre in der Regel größere Preisstabilität, so Pohl. Viele B-Städte bieten derzeit großes Potential für Immobilienentwicklung und –investitionen.


Redaktion: Daniela Mayer