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Immobilienpreise steigen langsamer

Die Immobilienpreise sind 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent gestiegen, so eine neue Auswertung des Analyseunternehmens bulwiengesa. Damit fällt das Wachstum geringer aus als im Vorjahr.

Bautätigkeit in Deutschland

(München, 02.02.2016) Der gerade veröffentlichte bulwiengesa-Immobilienindex für das Jahr 2015 zeichnet sowohl im Gewerbe- als auch im Wohnungsmarkt ein Wachstum aus. Die Wohnimmobilienpreise sind um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, die Gewerbeimmobilien um 2,6 Prozent. Insgesamt beträgt das Wachstum 3,7 Prozent und liegt damit unter dem Niveau von 2014, aber in etwa auf dem Niveau der Jahre 2011 bis 2013.

Auffallend sei die Entkopplung der Kaufpreise von den Mieten, berichtet bulwiengesa. So sind nach dem Immobilienindex die Kaufpreise für Neubauwohnungen in mittelgroßen Städten von 2011 bis 2015 um bis zu 30 Prozent gestiegen, die Neubaumieten jedoch nur um bis zu rund 18 Prozent. Einen stärkeren Anstieg der Kaufpreise gegenüber dem Mieten für die sieben größten deutschen Städte hatte kürzlich eine Studie des Forschungsinstituts empirica belegt.

Dreh- und Angelpunkt für das Wachstum der Immobilienpreise bleibe laut bulwiengesa die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Die Zinsen für Baufinanzierungen lagen 2015 auf einem sehr niedrigen Niveau.

Thomas Voßkamp, bulwiengesa-Vorstand, erläutert: "Anleger müssen bei den derzeit niedrigen Zinserwartungen rentable Investitionsgüter finden. Und das sind Immobilien." Ein Ende der Niedrigzinspolitik, die den Immobilienmarkt befeuere, sei derzeit nicht in Sicht. Für 2016 erwartet bulwiengesa ein weiteres Preiswachstum.

Redaktion: Franziska Buß