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Immobilienpreise steigen weiter - auch auf dem Land

In den Großstädten legen die Immobilienpreise weiter zu, aber auf dem Land vollzieht sich der Zuwachs noch schneller - das ist das Ergebnis der aktuellen Wohnatlas-Studie der Postbank. Die Bundesbank sieht jedoch mögliche Überbewertungen nach wie vor eher in den Großstädten.

Die Immobilienpreise steigen inzwischen auch in den ländlichen Regionen.

Die Immobilienpreise steigen inzwischen auch in kleineren Städten.

(München, 19. März 2019) Die hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien lässt in Deutschland die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen weiter ansteigen. Das berichtet die Postbank in ihrer aktuellen Wohnatlas-Studie, die bundesweit die Preisentwicklung am Immobilienmarkt analysiert.

Auch in den Metropolen, in denen das Preisniveau schon extrem hoch ist, steigen der Postbank zufolge die Preise weiter an. So haben sich in München die Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr um durchschnittlich 8,7 Prozent erhöht, in Frankfurt und Berlin kletterten die Preise sogar um mehr als 10 Prozent.

Außerhalb der Metropolen zeige sich in Deutschland ein klares Nord-Süd-Gefälle, berichtet die Postbank. Von den zehn teuersten Landkreisen der Bundesrepublik liegen acht in Bayern und jeweils einer in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein. Mit Ausnahme des Kreises Nordfriesland, zu dem die hochpreisige Insel Sylt gehört, liegen die Landkreise nördlich des Mains weit hinter den Spitzenreitern des Südens.

Beim prozentualen Preiszuwachs zeigt sich hingegen, dass ländliche Regionen in ganz Deutschland aufholen. So haben sich in der thüringischen Stadt Suhl die Wohnungskaufpreise im vergangenen Jahr fast verdoppelt, in zwei weiteren thüringischen Landkreisen stiegen die Preise um mehr als 35 Prozent. Auch die norddeutschen Kreise Northeim und Wittmund verbuchen Preissteigerungen zwischen 22 und 24 Prozent. "In und um die Metropolen wird es zunehmend eng und teuer, deshalb weichen Kaufinteressierte verstärkt in den ländlichen Raum aus", erklärt Eva Grunwald, Leiterin des Immobiliengeschäfts bei der Postbank.

Auch die Bundesbank beobachtet in ländlichen Regionen einen Preisauftrieb. Außerhalb der städtischen Gebiete zogen die Immobilienpreise im Vergleich zu den Vorjahren verstärkt an, schreibt die Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht. Trotz des Preisanstiegs auf dem Land sehen die Bundesbank-Experten Preisübertreibungen vor allem in den Großstädten. Die Preise für Wohnimmobilien in den Städten lagen 2018 weiterhin deutlich über dem Niveau, das durch die längerfristigen wirtschaftlichen und demografischen Einflussfaktoren gerechtfertigt erscheint, schreiben die Ökonomen. Je nach Standort seien Eigentumswohnungen in Großstädten derzeit um 15 bis 30 Prozent überbewertet.


Redaktion: Thomas Hammer

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