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Immobilienpreise: Wo sich kaufen noch immer lohnt

Steigende Immobilienpreise, gefallende Hypothekenzinsen: Wo der Immobilienkauf laut Branchenexperten noch lohnt, und welche Dinge Interessenten beachten sollten.

Teures Pflaster Berlin: Die Immobilienpreise haben stark angezogen.

Teures Pflaster Berlin: Die Immobilienpreise haben stark angezogen.

(München, 27.07.2016) Die Immobilienpreise sind gestiegen, die Hypothekenzinsen gefallen. Was bedeutet das für Kaufinteressenten? Dieser Frage ist die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Finanztest" nachgegangen und hat für zahlreiche Städte und Landkreise die durchschnittlichen Kaufpreise für Häuser und Eigentumswohnungen sowie Neuvertragsmieten differenziert nach Lage ausgewertet. Das umfangreiche Datenmaterial stammt vom Verband deutscher Pfandbriefbanken, der seit 2003 knapp drei Millionen tatsächlich gezahlte Immobilienpreise ausgewertet hat. Fazit der Warentester: Trotz der teils stark gestiegenen Preise lohnt sich der Immobilienkauf in vielen Städten und Regionen, weil die günstigen Finanzierungskosten in der derzeitigen Niedrigzinsphase die zusätzlichen Aufwendungen beim Kauf mehr als wettmachen. Vorsicht sei jedoch in den begehrten Vierteln vieler Großstädte geboten. Dort rechne sich ein Kauf häufig nicht, weil die Angebote sehr teuer seien. Schauen sich Kaufinteressenten dort wiederum nicht nur in den Spitzenlagen um, können sie wiederum profitieren.

Den stärksten Preisanstieg führt "Finanztest" für Berlin auf, wo die Preise für erstklassig ausgestattete Wohnungen in Top-Lagen zwischen 2011 und 2015 um mehr als 44 Prozent angestiegen sind. Wer nicht auf einen bestimmten Standort angewiesen sei, könne in Städten wie Hamburg, Düsseldorf oder Frankfurt am Main viel Geld einsparen, wenn eine gute statt eine sehr gute Lage gewählt werde. Allein in Hamburg zahle man 30 bis 50 Prozent weniger, wenn die Lage gut statt sehr gut sei.

Bei der Immobilienauswahl sollten Kapitalanleger zudem nicht allein auf das Potenzial bei der Wertentwicklung achten, sondern auch auf das Verhältnis von Miete zu Kaufpreis. Rechne sich die Investition nur noch, wenn die Immobilienpreise weiter stark steigen, sei die Gefahr groß, dass die Spekulation in einem Verlust ende.

In der Kombination von einer guten Mietrendite und einem prosperierenden Umfeld sehen auch die Immobilienexperten des Finanzdienstleisters Swisslife den Königsweg bei der Auswahl von Wohnungen als Kapitalanlage. Swisslife sieht gute Kaufgelegenheiten abseits der Metropolen in aufstrebenden Mittelzentren wie etwa Neuss, Darmstadt oder Bonn, wo die Mietrenditen noch bei rund fünf Prozent liegen könnten. Besonders gut lassen sich nach Ansicht der Swisslife-Experten mittelgroße Wohnungen, die für verschiedene Lebensphasen geeignet sind, in gewachsenen Quartieren vermieten.


Redaktion: Thomas Hammer