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Kann ich mir die Baufinanzierung leisten? Fünf Fragen schaffen Klarheit

Die Baufinanzierung sichert nicht nur die Realisierung des Traums von den eigenen vier Wänden, sondern sie bringt auch nicht zu unterschätzende finanzielle Verpflichtungen mit sich. Über viele Jahre, oft sogar Jahrzehnte hinweg, muss Monat für Monat die Kreditrate an die Bank gezahlt werden. Wer sich dabei übernimmt und seine Zins- und Tilgungszahlungen nicht mehr leisten kann, riskiert im schlimmsten Fall das Scheitern der Baufinanzierung und den Verlust des Eigenheims.

Umso wichtiger ist es, vor der endgültigen Entscheidung zu analysieren, ob die Baufinanzierung langfristig verkraftbar ist. Im Mittelpunkt sollten dabei die nachfolgenden fünf Fragen stehen.

Frage 1: Ist der Eigenkapitalanteil hoch genug?

Zumindest die Kaufnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar- und Maklergebühr sollten aus eigenen Mitteln bestritten werden. Darüber hinaus gilt: Je niedriger das Eigenkapital, umso höher sollte der Tilgungsanteil innerhalb der Kreditrate sein, so dass über eine möglichst schnelle Tilgung Eigenkapital gebildet wird.

Frage 2: Wie sicher ist mein Einkommen?

Ein sicherer Arbeitsplatz, gute Karriereaussichten im derzeitigen oder bei anderen Unternehmen und eine solide Ausbildung in einem zukunftsträchtigen Beruf sind gute Voraussetzungen für ein Gelingen der Baufinanzierung. Für einen eventuellen Karriereknick sollten dennoch genügend Reserven berücksichtigt werden.

Frage 3: Wie sieht meine Familienplanung aus?

Wenn junge Paare nicht nur vom Eigenheim, sondern auch von Kindern träumen, dann sollte dies auch in finanzieller Hinsicht berücksichtigt werden. Wenn Kinder da sind, geht das Familieneinkommen oft über längere Zeit zurück, und auf der anderen Seite steigen die Ausgaben. Gut, wenn dafür trotz Baufinanzierung noch Luft bleibt.

Frage 4: Ist die Rückzahlungsdauer realistisch?

Von Beginn an sollte eine Baufinanzierung so ausgelegt sein, dass mit der regulären Rückzahlung die Immobilie bis zum 60. Geburtstag des Kreditnehmers schuldenfrei ist. Das bedeutet konkret: Je älter der Bauherr beim Abschluss des Darlehens, umso höher sollte die Tilgung sein.

Frage 5: Sind eventuelle Folgekosten in die Baufinanzierung eingeplant?

Beim Kauf eines gebrauchten Hauses können in fünf oder zehn Jahren größere Aufwendungen für Modernisierung und Sanierung fällig werden. Vor allem mit Blick auf kritische Hausbestandteile wie Wärmedämmung, Fenster und Fassade sollten Bauherren abschätzen, wann größere Renovierungsarbeiten erforderlich sein könnten – und rechtzeitig dafür finanzielle Reserven bilden.

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Redaktion: Britta Barlage

Interhyp AG, 15.11.2013