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Kauf von deutschen Ferienimmobilien im Trend

Auf der Suche nach Kapitalanlagen in der Niedrigzinsphase investieren immer mehr Bundesbürger in Ferienwohnungen. Beliebtester Standort ist Deutschland.

Ferienimmobilien sind gefragt

(München, 11.08.2015) Noch vor wenigen Jahren galten Ferienimmobilien als Liebhaberobjekte, bei deren Erwerb Renditeaspekte eher eine untergeordnete Rolle spielten. Mittlerweile hat sich das Bild stark gewandelt, so das Ergebnis einer aktuellen Marktstudie des Vermietungsportals Fewo-Direkt und des Immobilienmaklers Engel & Völkers. Mehr als 4.000 Eigentümer von Ferienimmobilien hatten sich an der Umfrage beteiligt.

Beim Verhalten von Immobilienkäufern geht der Trend klar zum Kauf einer Ferienimmobilie im Inland: Der Anteil der in Deutschland befindlichen Immobilien bei Neukäufen ist von rund 50 Prozent für die Erwerbsjahre bis 2010 auf rund 60 Prozent für die Erwerbsjahre von 2011 bis 2015 angestiegen. Rückläufig ist hingegen der Erwerb in den klassischen Urlaubsländern wie Spanien oder Italien. Neben der Attraktivität deutscher Feriengebiete sprechen die vertraute Rechtslage und die unkomplizierten Finanzierungsmöglichkeiten für den Erwerb im Inland.

Auch bei den Motiven für den Erwerb einer Ferienimmobilie zeichnet sich ein Wandel ab. Immer mehr Investoren betrachten den Kauf als wirtschaftliche Entscheidung und erwerben ein Objekt, weil sie damit eine lukrative Mietrendite erzielen wollen und sich eine langfristige Wertsteigerung erhoffen. Annähernd zwei von drei befragten Käufern einer deutschen Ferienimmobilie gaben zu Protokoll, die Immobilie als Baustein für die Altersvorsorge gekauft zu haben.

Die in der Marktstudie abgefragten Bruttorenditen lassen die Ferienimmobilie in einem durchaus attraktiven Licht erscheinen. Für Immobilien in Deutschland wurde eine durchschnittliche Brutto-Mietrendite von 7,9 Prozent ermittelt, in Bayern und an der Ostsee sogar mehr als acht Prozent. Voraussetzung sei jedoch, dass es sich um hochwertige Immobilien in Gebieten mit hoher Mietnachfrage handle, so die Autoren der Studie. Und: Von der Brutto-Mietrendite sind noch die vom Eigentümer zu tragenden Aufwendungen wie Renovierungs- und Heizkosten oder die Gebühren für die Hausverwaltung abzuziehen.


Redaktion: Patrizia Difonzo