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KfW-Bank: Energieeffizienz und Sicherheit gefragt

Wer seine eigenen vier Wände besonders energieeffizient baut und gegen Einbruch absichert, kann seit 1. April 2016 noch stärker als bislang auf die Förderung der KfW-Bank zurückgreifen. Die Programme KfW 153 und 159 wurden entsprechend aufgestockt.

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(München, 04.04.2016) Seit 1. Januar 2016 gelten im Rahmen der Energieeinsparverordnung (EnEV) höhere Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden. Entsprechend hat die bundeseigene KfW-Bank ihre Förderbedingungen im Rahmen des Programmes 153 "Energieeffizient Bauen" aktualisiert. Seit dem 1. April 2016 wird das KfW-Effizienzhaus 70 nicht mehr gefördert, da es jetzt praktisch den energetischen Mindeststandard bei Neubauten darstellt. Stattdessen wurde neben den weiter bestehenden Kategorien KfW-Effizienzhaus 55 und 40 der neue Standard KfW-Effizienzhaus 40 Plus eingeführt.

Die Kreditbedingungen werden deutlich attraktiver für Bauherren. Denn der Förderhöchstbetrag hat sich von 50.000 Euro auf 100.000 Euro pro Wohneinheit verdoppelt. Zusätzlich wird jetzt auch eine 20-jährige Zinsbindung angeboten. Bislang waren nur zehnjährige Zinsbindungen möglich. Als zusätzliches Bonbon hat der Bauherr nun auch einen verbindlichen Anspruch auf einen Baubegleitungszuschuss. Die Kosten für die energetische Fachplanung und Baubegleitung durch einen unabhängigen Experten erhalten Antragsteller zu 50 Prozent (maximal 4.000 Euro) erstattet.

Ist das Eigenheim fertig und werden die entsprechenden Energiebilanzen über den Energieausweis bestätigt, winkt Bauherren zudem ein Schuldennachlass: Bei einem KfW-Effizienzhaus 55 gibt es einen Tilgungszuschuss in Höhe von fünf Prozent der Darlehenssumme (maximal 5.000 Euro), bei einem KfW-Effizienzhaus 40 sind es zehn Prozent der Darlehenssumme (maximal 10.000 Euro) und beim neuen KfW-Effizienzhaus 40 Plus werden sogar 15 Prozent der Darlehenssumme (bis zu 15.000 Euro) erlassen. Die genannten Zuschüsse gibt es pro Wohneinheit.

Stärkere Förderung von Einbruchschutzmaßnahmen

Angesichts der hohen Einbruchskriminalität, die laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) auch im Jahr 2015 drastisch zugenommen hat, hat die KfW-Bank auch die Förderung von Einbruchschutzmaßnahmen im Rahmen des Programms KfW 159 "Altersgerecht Umbauen" zum 1. April 2016 erweitert. Zusätzlich zur bisherigen Förderung in Form eines Zuschusses von maximal 1.500 Euro pro Wohneinheit bietet das Förderinstitut nun auch eine Kreditvariante zur Förderung von Einbruchschutzmaßnahmen an.

Nicht nur Eigentümer, sondern auch Mieter können zu diesem Zweck Kredite in Höhe von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit in Anspruch nehmen und bei ihrer Bank beantragen. Förderfähig sind unter anderem der Einbau von Nachrüstsystemen für Fenster, der Einbau und die Nachrüstung einbruchhemmender Haus- und Wohnungseingangstüren und die Installation von Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen oder Bewegungsmeldern. Schon vor seiner Erweiterung wurde das Einbruchschutzprogramms seit Programmstart im November 2015 laut KfW-Angaben sehr gut angenommen. Mehr als 10.000 Anträge seien von der Förderbank bewilligt worden.


Redaktion: Britta Barlage