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KfW-Darlehen aktuell: Förderung gibt es nicht nur fürs Energiesparen

KfW-Darlehen sind bei Bauherren besonders beliebt, weil die Zinsen dank staatlicher Fördermittel deutliche niedriger sind als am freien Bankenmarkt. Allerdings gibt es die KfW-Förderung nur, wenn der Kreditnehmer bestimmte Voraussetzungen erfüllt.

Viele denken dabei in erster Linie an den Bau besonders energiesparender Häuser, für deren Finanzierung es über das KfW-Programm „Energieeffizient bauen“ zinsverbilligte Darlehen gibt. Wer einen Neubau finanziert, der als „KfW-Effizienzhaus 70“ zertifiziert ist, bekommt den begehrten Förderkredit. Besonderes Bonbon: Je weiter der Energieverbrauch des Hauses unter dem von der KfW festgelegten Grenzwert liegt, umso höher ist der Tilgungszuschuss, den die Förderbank zusätzlich zur Zinsvergünstigung gewährt.

Ähnliches gilt auch bei der Sanierung von Altbauten. Auch hier muss zunächst ein bestimmter Standard bei der Energieeffizienz erreicht werden, bevor es KfW-Förderung gibt. Und wie beim Neubau muss bei besonders niedrigem Energieverbrauch das KfW-Darlehen nicht vollständig zurückgezahlt werden, weil es einen Tilgungszuschuss gibt.

Allerdings können auch für Maßnahmen, die nicht der Senkung des Energieverbrauchs dienen, KfW-Darlehen aufgenommen werden. So etwa bei der Modernisierung von Wohnraum, die ebenfalls mit zinsgünstigen Konditionen unterstützt wird. Auch für das altersgerechte Umbauen hält die KfW Fördermittel bereit. Spezielle Kredite gibt es beispielsweise für den barrierefreien Umbau von Bädern, Fluren und Wohnräumen, für die Einrichtung eines rollstuhlgerechten Zugangs zur Wohnung oder den Einbau von Treppenliften.

KfW-Darlehen müssen vor Auftragserteilung beantragt werden

Wichtig zu wissen: Bei allen KfW-Darlehen gilt der Grundsatz, dass der Kreditantrag vor dem Beginn der entsprechenden Arbeiten gestellt werden muss. Sind die Maßnahmen bereits in Arbeit, kann keine Förderung mehr beantragt werden. Auch die nachträgliche Umschuldung von bestehenden Bankdarlehen auf ein KfW-Darlehen ist nicht möglich. Auch müssen die Arbeiten nach den vorgegebenen Standards von Fachfirmen durchgeführt werden. Bei den energieeffizienten Sanierungen ist überdies die Bestätigung eines unabhängigen Fachmanns über die Einhaltung der Verbrauchswerte erforderlich. Die Anträge für Fördermittel können nicht direkt bei der KfW gestellt, sondern müssen über die Hausbank eingereicht werden. Beim Kreditabschluss über einen Vermittler wie beispielsweise Interhyp prüft dieser, welches KfW-Programm in Frage kommt und reicht die Anträge dann über die kreditgebende Bank ein.

Interhyp AG, 03. Februar 2011