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KfW-Darlehen: Nicht immer sind die Konditionen für alle gleich

KfW-Darlehen sind bei Bauherren beliebt, weil die Zinsen je nach Darlehensprogramm vom Staat subventioniert werden und damit zum Teil deutlich unterhalb der regulären Marktzinsen liegen. Vor allem, wenn es um Energieeffizienz oder um die Finanzierung erneuerbarer Energieträger geht, kommen KfW-Darlehen zum Einsatz.

Allerdings sind nicht bei jedem KfW-Darlehen die Konditionen für alle Darlehensnehmer gleich. Einen einheitlichen Festzins, der nur je nach Zinsbindung und Laufzeit variiert, bieten die KfW-Darlehensprogramme „Altersgerecht Umbauen“, „Energieeffizient Bauen“, „Energieeffizient Sanieren“, „Wohnraum modernisieren“ sowie das „KfW-Wohneigentumsprogramm“. Beim Finanzierungsprogramm für erneuerbare Energieträger kommt hingegen mit der risikoabhängigen Verzinsung ein weiterer Faktor ins Spiel.

Unterschiedliche KfW-Darlehenszinsen je nach Risikoklasse und Sicherheiten

Die KfW bezeichnet diese Darlehenszinspolitik als „risikogerechtes Zinssystem“ und belohnt die Kreditnehmer, die als besonders zahlungskräftig und zuverlässig eingestuft werden, mit niedrigen Zinsen. Mit abnehmender Bonität werden hingegen Zinsaufschläge verlangt. Insgesamt hat die KfW bei dem Darlehensprogramm für erneuerbare Energieträger die Zinsen in neun Preisklassen aufgesplittet. Die Differenzen sind enorm: Je nach Laufzeit und Preisklasse lagen Mitte Juni 2011 die Zinsen zwischen 3,25 Prozent und 8,55 Prozent.

Basis für die Risikoeinstufung ist die Ausfallwahrscheinlichkeit, die bei der Kreditprüfung von der Hausbank des Antragstellers ermittelt wird. Die höchste Bonitätsstufe setzt voraus, dass die statistische Ausfallwahrscheinlichkeit auf Sicht eines Jahres weniger als 0,1 Prozent beträgt. Wenn die Ausfallwahrscheinlichkeit zu hoch ist, wird der Kredit abgelehnt.

Auch die Sicherheiten, die der Kreditnehmer zur Verfügung stellen kann, beeinflussen die Höhe der Zinsen. Hier gibt es drei Stufen: Mehr als 70 Prozent Wertsicherung, 40 bis 70 Prozent Sicherung und weniger als 40 Prozent. Je nach genereller Bonität des Kreditnehmers können sich damit die Preisklassen nochmals um mehrere Stufen verschieben.

Immer gilt der Grundsatz: je besser die wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers und je werthaltiger die gestellten Sicherheiten, desto niedriger der Zinssatz.

Tipp: Zusätzliche Zinsen sparen können KfW-Darlehensnehmer, wenn sie Zinsrabatt-Aktionen nutzen. Manche Banken führen in regelmäßigen Abständen solche Aktionen durch. Individuelle Angebote bieten die Interhyp-Baufinanzierungsspezialisten.

Redaktion: Britta Barlage

Interhyp AG 16.06.2011