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KfW-Förderung: Mit Zuschüssen das Finanzierungsvolumen senken

Dank KfW-Förderung konnten schon viele Bauherren die Zinskosten beim Weg in die eigenen vier Wände oder bei größeren Modernisierungsprojekten deutlich reduzieren. Während die zinsvergünstigten Kredite der staatlichen Förderbank weithin bekannt sind, gibt es für einige Projekte auch KfW-Förderung in Form von Zuschüssen. Der Vorteil für Bauherren: Erfolgt die KfW-Förderung als Zuschuss, dann erhöht sie das Eigenkapital und reduziert auf der anderen Seite die Höhe des benötigten Darlehens.

Wie bei der Förderung durch KfW-Kredite müssen Bauherren auch beim Zuschuss-Verfahren die Anträge vor dem Beginn des Bauvorhabens stellen. Als Vorhabensbeginn definiert die KfW dabei den Tag, an dem die ersten Handwerkerarbeiten stattfinden. Im Gegensatz zur Kreditvariante werden die Anträge jedoch nicht über die Hausbank, sondern direkt bei der KfW gestellt.

Zuschussförderung der KfW für altersgerechten Umbau und energieeffiziente Sanierung

Die KfW ermöglicht die Förderung per Zuschuss für den altersgerechten Umbau einer Wohnung oder eines Wohnhauses. Zu den förderungswürdigen Maßnahmen zählt die KfW dabei die klassischen Baumaßnahmen, die das Leben im Alter erleichtern. Dazu zählen unter anderem der barrierefreie Umbau des Eingangsbereichs, der Einbau von Aufzügen oder Treppenliften, die barrierearme Umgestaltung der Wohnräume und der alters- und behindertengerechte Umbau von Bad und Toilette.

Förderung zahlt die KfW in Höhe von 5 Prozent der Investitionen, der maximal ausgezahlte Betrag liegt bei 2.500 Euro. Erreicht die Höhe der Investition nicht ein Mindestvolumen von 6.000 Euro, gibt es keinen Zuschuss. Auch der Erwerb von Wohneigentum, das vom Verkäufer altersgerecht umgebaut wurde, ist förderfähig – unter der Voraussetzung, dass der vorige Eigentümer dafür keinen Zuschuss beantragt hat.

Ebenfalls mit Zuschüssen fördert die KfW Sanierungsmaßnahmen, die den Energieverbrauch des Hauses wesentlich verringern. Je nach erreichter Effizienzhaus-Kategorie werden zwischen 7,5 und 17,5 Prozent der Gesamtkosten bezuschusst, die Maximalbeträge variieren zwischen 5.625 und 13.125 Euro. Auch bestimmte Einzelmaßnahmen können mit 5 Prozent der Kosten, maximal jedoch 2.500 Euro, bezuschusst werden. Voraussetzung ist jeweils, dass das Haus vor dem 1.1.1995 erbaut worden ist.

Beim Ersterwerb einer förderfähigen Wohnimmobilie muss der Käufer den Antrag auf Zuschuss innerhalb von drei Monaten (Energieeffizient Sanieren) oder sechs Monaten (Altersgerecht Umbauen) nach dem Abschluss des notariellen Kaufvertrags stellen.

Redaktion: Britta Barlage

Interhyp AG, 27.06.2011