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KfW und BAFA: Neue Regeln für Fördermittel

Die KfW hat einige Bedingungen für Fördermittel geändert. Auch beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gibt es Neuerungen. Bei der Antragstellung ist einiges zu beachten.

KfW & Co.: Bauherren und Modernisierer müssen sich auf Änderungen bei Fördermitteln einstellen.

KfW & Co.: Bauherren und Modernisierer müssen sich auf Änderungen bei Fördermitteln einstellen.

(München, 08.02.2018) Fördermittel der KfW-Bank sind beliebt. Interessenten sollten jedoch für ihre Antragstellung den 17. April 2018 im Auge behalten. Ab diesem Zeitpunkt ändern sich einige Bedingungen zu Ungunsten von Antragstellern. So wird der Zinssatz für ein KfW-Darlehen im KfW-Programm "153 - Energieeffizient Bauen" nur noch für maximal 10 Jahre festgeschrieben, bislang gibt es auch 20-jährige Zinsbindungen. Eine lange Zinsbindung erhöht die Planungssicherheit.

Außerdem halbiert die KfW die "bereitstellungsprovisionsfreie" Zeit von 12 auf 6 Monate. Das bedeutet, Kreditnehmer, die ihren Kredit oder Teile davon nach einem halben Jahr noch nicht abgerufen haben, müssen Zinsen auf den entsprechenden Betrag zahlen. Außerdem sind kostenfreie Sondertilgungen nicht mehr möglich.

Wer kann, sollte daher vor dem 17. April 2018 seine Fördermittel beantragen. Erfreulich für Kreditnehmer: Der Förderhöchstbetrag von 100.000 Euro pro Wohneinheit bleibt unverändert. Und auch beim Tilgungszuschuss ändert sich nichts: Wer ein KfW-Effizienzhaus 55, 40 oder 40 Plus (inklusive Passivhaus) baut beziehungsweise kauft, erhält einen Tilgungszuschuss von 5, 10 oder 15 Prozent des Kreditbetrages

Auch Sanierer sind von den Änderungen betroffen. Denn Kreditnehmer, die Fördermittel aus den Programmen "151/152 Energieeffizient Sanieren" in Anspruch nehmen, können bei Antragstellung ab 17. April keine Sondertilgungen mehr leisten. Bereitstellungszinsen müssen Sanierer jetzt ebenfalls schon nach sechs Monaten zahlen. Die Förderhöchstbeträge in Höhe von 100.000 Euro beim KfW-Effizienzhaus beziehungsweise 50.000 Euro für Einzelmaßnahmen bleiben unangetastet.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat bereits zu Jahresbeginn 2018 die Antragstellung für Mittel aus dem Programm "Heizen mit Erneuerbare Energien" (Biomasse, Solarthermie, Wärmepumpen) komplett digitalisiert. Das heißt, Anträge müssen online auf der BAFA-Webseite ausgefüllt und abgeschickt werden.

Neu bei der BAFA-Förderung ist auch, dass Anträge jetzt grundsätzlich vor Beginn des Vorhabens gestellt werden müssen. Für Heizungsanlagen, die noch 2017 in Auftrag gegeben wurden, aber erst 2018 in Betrieb genommen werden, gilt laut BAFA eine Übergangsregelung. Die Inbetriebnahme der Anlage sowie die Antragstellung muss bis spätestens zum 30. September 2018 erfolgt sein. Der Antrag ist in diesem Fall nach Inbetriebnahme zu stellen.


Redaktion: Joachim Hoffmann

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