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KfW-60 und KfW-40: Neues Förderprogramm zum KfW-Effizienzhaus

KfW-60 und KfW-40 galten einige Jahre lang als Inbegriff der Förderung für besonders energiesparende Häuser. Wer ein Haus mit besonders guten Wärmedämmwerten baute, konnte mit Hilfe dieser staatlichen Fördermittel einen Teil seines Bauvorhabens mit einem zinsverbilligen KfW-Förderkredit finanzieren.

Basis für die Förderprogramme KfW-60 und KfW-40 war die Energie-Einspar-Verordnung (ENEV) aus dem Jahr 2004. Darin wurde festgelegt, wie viel Heizenergie ein neu erbautes Haus pro Quadratmeter Wohnfläche maximal verbrauchen darf. Benötigte ein Haus weniger als 60 Kilowattstunden Heizenergie pro Jahr und Quadratmeter, wurde es als KfW-60-Haus klassifiziert. Das KfW-40-Gütesiegel gab es in Verbindung mit noch weiter verbilligten Zinskonditionen, wenn der Verbrauch bei weniger als 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr lag.

KfW-60 und KfW-40 wurden 2009 ins neue Förderprogramm integriert

Für KfW-60 und KfW-40 wurde eine Neugestaltung notwendig, nachdem im Jahr 2009 die Energie-Einspar-Verordnung überarbeitet und damit ein neuer Maßstab definiert wurde. Für Bauherren gibt es nun das Programm „Energieeffizient Bauen“, das Bedingungen für sogenannte KfW-Effizienzhäuser festlegt. Im Vergleich zur damaligen Regelung bieten sich damit mehr Möglichkeiten, die Förderung an den Energieverbrauch des Hauses anzupassen.

Im Gegensatz zu KfW-60 und KfW-40 dient beim KfW-Effizienzhaus als Messlatte nicht mehr der Energieverbrauch in Kilowattstunden, sondern ein prozentualer Wert, der sich am Grenzwert der jeweils gültigen Energie-Einspar-Verordnung orientiert. So gibt es beispielsweise für ein Haus, das 55 Prozent des Maximalverbrauchs benötigt, weniger Tilgungszuschuss als für ein Haus, das nur 40 Prozent des Maximalwertes verbraucht. Insgesamt definiert das aktuelle Förderprogramm vier Energieklassen inklusive Passivhaus, für die Zinsverbilligungen und teilweise auch Tilgungszuschüsse gewährt werden.

Programmübersicht „Energieeffizient Bauen“

Redaktion: Britta Barlage

Interhyp AG, 26.04.2011