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Lärmschutz verbessern: Tag des Lärms

Unter Lärmbelastung leiden nicht nur Großstadtbewohner oder Bauarbeiter. Auch Freizeit- oder Nachbarschaftslärm kann stören und krankmachen. Darauf macht die Deutsche Gesellschaft für Akustik am Tag des Lärms aufmerksam.

Der Tag des Lärms macht auf Lärmbelastung und deren Folgen aufmerksam

Der Tag des Lärms macht auf Lärmbelastung und deren Folgen aufmerksam

(München, 26.04.2017) Jeder Mensch hat eine andere Schmerzgrenze für Lärm. Manche ertragen die Geräusche von Kreissägen und Baulärm nicht, andere stören Kinderlärm und Straßenverkehr. Etwa fünf Millionen Menschen sind auch am Arbeitsplatz zu hohem Lärm ausgesetzt. Nicht nur in der Metall- und Holzbearbeitung oder auf dem Bau leiden Arbeitnehmer unter gesundheitsgefährdendem Lärm. Auch in Kindertagesstätten, Schulen oder Orchestergräben kann es sehr laut werden. Weniger Beschallung begünstigt aber eine höhere Lebensqualität für alle und erhält die persönliche Leistungsfähigkeit.

Je höher der Lärmpegel, umso eher können Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Lern-, Konzentrations- und Schlafstörungen auftreten. Lärm verursacht Stress und zeitlich begrenzte oder dauerhafte Hörgeräusche (Tinnitus) bis hin zu Gehörschäden.

Um das Bewusstsein für Lärm und seine Vermeidung zu schärfen, hat die Aktion der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA e.V.) vor zwanzig Jahren den "Tag gegen den Lärm" ins Leben gerufen. Er findet jedes Jahr am 26. April statt und stand in diesem Jahr unter dem Motto "Akustische Vielfalt in Deutschland". Die DEGA informiert die Öffentlichkeit mit dieser Aktion über soziale und gesundheitliche Ursachen und Folgen des Lärms und schlägt Maßnahmen zu seiner Reduzierung in allen Lebensbereichen vor.

Lärmbelastung in großen deutschen Städten

Baustellen, Straßen, Flughäfen, Schienenverkehr: Die Lärmbelastung in Ballungsgebieten ist immens. Eine effektive Lärmminderung lässt sich schon bei Planungsprozessen berücksichtigen. Im Straßenverkehr können leisere Fahrzeuge, Reifen und Fahrbahnen helfen. Zusätzlich werden Lärmschutzwände zur Abschirmung errichtet und an dritter Stelle steht der passive Schallschutz. Mit Schallschutzfenstern müssen an viel befahrenen Straße alle in der Nähe liegende Gebäude ausgestattet werden, wenn eine Begrenzung des Lärms durch eine Abschirmung nicht gelingt.


Redaktion: Kathrin Schubert