News

Marktausblick: Potenzial zum Zinsanstieg begrenzt

Aktuelle Berichte der Deutschen Bank, HSH Nordbank und Deka-Bank sehen bei den langfristigen Zinsen allenfalls einen leichten Anstieg bis zum Jahresende.

Wer bauen will, sollte die Zinsen kennen

Die Kosten für Hausbau oder -kauf hängen auch von der Zinsentwicklung ab.


(München, 24.09.2015). Wer in naher Zukunft den Erwerb eines Eigenheims in Betracht zieht oder als Immobilieneigentümer seine in einigen Monaten auslaufende Baufinanzierung verlängern muss, sollte die Entwicklung der Zinsen in seine Überlegungen einbeziehen. Zwar lässt sich nicht mit endgültiger Sicherheit voraussagen, wo die Bauzinsen in drei oder sechs Monaten stehen. Doch die Analysen von Banken zur Entwicklung der langfristigen Zinsen sind Anhaltspunkte, um sich beim Blick auf die Zinsentwicklung eine Meinung zu bilden. So schreibt die Research-Abteilung der Deutschen Bank in ihrem aktuellen Marktausblick Baufinanzierung: "Das unmittelbare Anstiegspotenzial bis zum Jahresende erscheint begrenzt." Zwar seien die Bauzinsen in jüngster Vergangenheit leicht angestiegen. Doch angesichts der unverändert niedrigen Leitzinsen sehe man wenig Spielraum für eine Steigerung der Marktzinsen.

Auch die HSH Nordbank prognostiziert nur einen geringen Zinsanstieg bis zum Jahresende. In der aktuellen Ausgabe der "Rententrends" stellt die HSH Nordbank das künftige Verhalten der Europäischen Zentralbank (EZB) als maßgeblichen Einflussfaktor in den Mittelpunkt: Wenn die EZB ihr Programm zum massiven Ankauf von Euro-Staatsanleihen wie geplant im kommenden Jahr auslaufen lasse, könne dies einen moderaten Zinsanstieg nach sich ziehen.

Im Gegensatz zur HSH Nordbank gehen die Zinsanalysten der Deka-Bank in ihrer aktuellen volkswirtschaftlichen Prognose davon aus, dass die EZB ihr Anleihen-Ankaufprogramm über das geplante Ende im Herbst 2016 hinaus verlängert. Daher erwarte man bei den langfristigen Zinsen lediglich einen geringen Anstieg bis zum Jahresende.


Redaktion: Britta Barlage