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Mehr Neubauten, steigende Immobilienpreise

Der Wohnungsneubau nimmt bundesweit Fahrt auf, in einigen Großstädten sind die Preise für Eigentumswohnungen trotzdem weiter stark angestiegen.

Mehr Neubauten

(München, 12.08.2015) Die niedrigen Bauzinsen treiben den Neubau von Häusern und Wohnungen. So entstanden laut Statistischem Bundesamt 2014 rund 245.300 neue Wohnungen - 14,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders stark war der Zuwachs bei Mehrfamilienhäusern mit mindestens drei Wohnungen. Insgesamt sind die Wohnungsfertigstellungen vergangenes Jahr zum vierten Mal in Folge kräftig gestiegen. 2013 und 2012 lag das Plus aber nur bei 7,2 beziehungsweise 9,5 Prozent.

Der Neubau sorgt am Immobilienmarkt aber bisher nicht für deutliche Entspannung. Insbesondere in einigen Großstädten haben sich Eigentumswohnungen weiter verteuert, so eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts Empirica. In Hamburg, München, Berlin, Stuttgart, Düsseldorf, Köln, Essen oder Frankfurt liege der Kaufpreis für Eigentumswohnungen inzwischen über dem 25fachen der erzielbaren Jahresmiete.

Dieser Richtwert des sogenannten Mietmultiplikators dient den Marktforschern als eines von mehreren Kriterien für eine drohende Immobilienblase. Je höher der Wert liegt, desto länger dauert es, den Kaufpreis durch Mieteinnahmen wieder hereinzuholen. Gemessen daran sind Immobilien in München mit einem Mietmultiplikator von 32,4 am teuersten. Für den bundesweiten Markt sieht das Marktforschungsinstitut derzeit aber keine Immobilienblase, allenfalls seien in einigen Gebieten Bläschen möglich.


Redaktion: Magdalena Lindner