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Mietpreisbremse schon für jede fünfte Wohnung

Die Mietpreisbremse bei Wiedervermietungen gilt inzwischen in Berlin, Hamburg Bayern und Nordrhein-Westfalen. In den nächsten Monaten wollen Baden-Württemberg, Hessen und weitere Bundesländer folgen.

Mietwohnungen

(München, 25.08.2015) Die Mietpreisbremse gilt bereits in vier Bundesländern: Nach Berlin, Hamburg und Nordrhein-Westfalen folgte am ersten August Bayern. Weitere Länder führen die neuen Regeln in den nächsten Monaten ein. Schon jetzt sind nach Angaben des Deutschen Mieterbunds etwa vier der bundesweit rund 21 Millionen Mietwohnungen geschützt. Bei einer Wiedervermietung darf die Miete in den eigens ausgewiesenen Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt nicht mehr als zehn Prozent über der örtlichen Vergleichsmiete liegen.

Im Herbst wollen jetzt zwei weitere Bundesländer die Mietpreisbremse einführen: Baden-Württemberg und Hessen haben bereits entsprechende Verordnungen erstellt und Gebiete mit angespannten Wohnungsmärkten ausgewiesen. Nach den teilweise noch laufenden Anhörungen der betroffenen Kommunen und Verbände soll die Mietpreisbremse dann eingeführt werden.

Bis Jahresende wollen auch Brandenburg, Bremen und Rheinland-Pfalz die neuen rechtlichen Möglichkeiten anwenden. Niedersachsen plant die Einführung im kommenden Jahr, in Thüringen steht derzeit noch kein Zeitpunkt fest.

Keine Einführung der Mietpreisbremse ist derzeit im Saarland, in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern geplant.

Wer eine Immobilie zur Vermietung kaufen will oder mit Mieteingängen für die Immobilienfinanzierung kalkuliert, sollte sich ausführlich informieren, raten Kapitalanlage-Experten. Wenn die Mietpreisbremse in der betreffenden Stadt gilt, sollten sich Kapitalanleger ein genaues Bild darüber verschaffen, wie sich eine Deckelung der Erhöhung bei Wiedervermietung auf die Einnahmen auswirken wird. Hier hilft der örtliche Mietspiegel bei der Einschätzung.

Redaktion: Britta Barlage