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Mietpreisbremse: Was Immobilienkäufer jetzt wissen sollten

Nach Berlin, Hamburg und NRW hat nun auch Bayern die Umsetzung der Mietpreisbremse beschlossen. In bestimmten Städten darf die Miete nur noch maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte dies bei der Kaufentscheidung bedenken.

Vermietete Immobilie

(München, 16. Juli 2015) Ab 1. August 2015 wird in 144 Städten und Gemeinden in Bayern die Mietpreisbremse eingeführt. Das hat die bayerische Staatsregierung in dieser Woche beschlossen. Vor allem der Großraum München ist von der neuen Regelung betroffen. In Berlin gilt die Mietpreisbremse bereits seit dem 1. Juni 2015, in Hamburg und in einigen Städten in NRW seit dem 1. Juli. Weitere Bundesländer planen oder erwägen die Einführung.

Laut einer Untersuchung des Internetportals Immobilienscout24 sind die Mieten in Berlin seit Einführung der Mietpreisbremse im Juni um zirka drei Prozent gesunken.

Die Mietpreisbremse beruht auf dem sogenannten Mietrechtsnovellierungsgesetz, das die Bundesländer ermächtigt, Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt auszuweisen. Hier darf die Miete bei einer Wiedervermietung nur noch maximal 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Das Gesetz betrifft nur Neuvermietungen bzw. Wiedervermietungen, keine Mieterhöhungen in bestehenden Mietverhältnissen und keine Vermietung nach Erstbezug oder nach umfassender Modernisierung.

Für bestehende Verträge gilt lediglich eine sogenannte Kappungsgrenze, nach der Mieterhöhungen innerhalb von drei Jahren 20 Prozent nicht überschreiten dürfen, in einigen Gebieten auch 15 Prozent. Die Bundesländer können bereits seit Mai 2013 die Kappungsgrenze für Mieterhöhungen bei bestehenden Mieten von 20 auf 15 Prozent absenken und Gebiete mit reduzierter Kappungsgrenze festlegen.

Wer eine Immobilie zur Vermietung kaufen will oder mit Mieteingängen für die Immobilienfinanzierung kalkuliert, sollte sich daher ausführlich informieren, raten Kapitalanlage-Experten. Wenn die Mietpreisbremse in der betreffenden Stadt gilt, sollten sich Kapitalanleger ein genaues Bild darüber verschaffen, wie sich eine Deckelung auf zehn Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete auf die Mieteinnahmen auswirken wird. Hier hilft der örtliche Mietspiegel bei der Einschätzung.

Um die Kosten zu reduzieren, ist die Wahl einer günstigen Finanzierung besonders wichtig. Wie lohnend die Immobilie als Kapitalanlage ist, lässt sich zum Beispiel mit dem kostenlosen Kapitalanlagerechner von Interhyp abschätzen - mit Hilfe der zu erwartenden Kaltmiete, des Finanzierungsbedarfs und des Eigenkapitals sowie einiger Annahmen, zum Beispiel zur Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt.

Redaktion: Britta Barlage