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Mehrfamilienhäuser erzielen den höchsten Wertzuwachs

Studie des Verbands Deutscher Pfandbriefbanken (VDP) zeigt uneinheitliche Wertentwicklungen in verschiedenen Immobiliensegmenten.

Immobilienpreise steigen

(München, 07.09.2015) Der VDP-Immobilienpreisindex, der vom Verband Deutscher Pfandbriefbanken (VDP) auf der Basis von Transaktionsdaten ermittelt wird, zeigt auch im zweiten Quartal 2015 weiter nach oben. Als Ursache für die anhaltenden Preissteigerungen am deutschen Immobilienmarkt nennen die VDP-Analysen die steigende Nachfrage von institutionellen Investoren, die auf der Suche nach Alternativen zu den derzeit wenig Rendite versprechenden Zinsanlagen sind. Allerdings haben sich die Preise in den unterschiedlichen Segmenten des Immobilienmarktes durchaus unterschiedlich entwickelt.

Die höchsten Steigerungsraten im Vergleich zum Vorjahresquartal verbuchen Mehrfamilienhäuser, deren Preise um durchschnittlich 7,6 Prozent gestiegen sind. Trotz der ansteigenden Bautätigkeit seien in vielen deutschen Ballungsgebieten Wohnungen weiterhin knapp, so dass vermietete Mehrfamilienhäuser ein interessantes Investitionsobjekt für in- und ausländische Investoren darstellen. Aber auch die klassischen Eigenheimnutzer sorgen weiterhin für rege Nachfrage und steigende Preise: Mit einem Plus von 4,4 Prozent verkörpert das selbstgenutzte Wohneigentum das Marktsegment mit der zweitstärksten Preisdynamik.

Dank positiver Umsatzerwartungen im Handel konnten Einzelhandelsimmobilien weiter an Attraktivität gewinnen. Dort sind die Kaufpreise im Vergleich zum zweiten Quartal 2014 um 3,0 Prozent gestiegen. Bei Büroimmobilien verzeichnet der VPD-Immobilienpreisindex hingegen mit einem Zuwachs von 0,8 Prozent annähernd eine Stagnation. Während die Preise an den Top-Standorten weiterhin zulegen, sind in weniger attraktiven Regionen teilweise rückläufige Tendenzen zu beobachten.

"Der Preisanstieg wird weiterhin durch den Wohnungsmarkt dominiert", so das Fazit der VDP-Analysten, die den hiesigen Immobilienmarkt weiterhin als attraktiv einschätzen. Laut der Analyse sprechen aus Sicht ausländischer Investoren sowohl der günstige Euro-Devisenkurs als auch die konjunkturelle Stabilität der deutschen Wirtschaft für den Erwerb von Immobilien in Deutschland.


Redaktion: Britta Barlage